Die CDU folgerte durch Udo Meyer: „Nach vielen Bautätigkeiten macht Ausgabenreduzierung jetzt Sinn.“ Der Etat mit einem Volumen von gut 500000 Euro wurde einstimmig verabschiedet.
Diese Summe täuscht jedoch über die tatsächlich zur Verfügung stehenden Mittel: „Es bleibt nicht viel übrig“, beklagte Gemeindedirektor Uwe Heilmann in seinem Vorbericht und nannte ein Beispiel: Für landwirtschaftliche Flächen betrage die Grundsteuer 11008 Euro. Davon behalte Messenkamp gerade einmal 253 Euro: „Da kann man keinen Graben mit ausschlagen.“ Ähnlich verhalte es sich mit der Steuer für bebaute Grundstücke: „Ich habe keine Hoffnung, dass sich da etwas ändert.“ Die Schuld sieht Heilmann in der Landespolitik.
Gleichwohl berichtete er von deutlichen Mehreinnahmen: Ein Plus von sieben Prozent bei der Einkommen- und sogar von 24,9 Prozent bei der Gewerbesteuer.
Für die Gemeinde empfahl er, 8000 Euro für die Unterhaltung der Gemeindestraßen, 5000 Euro für Ergänzungen am Spielplatz Messenkamp und 4000 Euro für die Erneuerung der Fenster im Dorfgemeinschaftshaus Altenhagen II einzusetzen. Ein neuer Ausgabeposten wird das Messenkämper Dorfgemeinschaftshaus sein, das als letztes seiner Art aus der Zuständigkeit der Samtgemeinde übergeben wird. Messenkamp dürfe aber Ausgleichszahlungen für die benachbarte Turnhalle sowie für die Räume der Feuerwehr erwarten. „Dafür wird es großzügige Pauschalen geben“, versprach Heilmann. Für das Gebäude selbst wurden vorsorglich 5000 Euro veranschlagt – auch für eine Garage zur Mietwohnung.
Meyer zeigte sich besorgt über die Immobilie: „Hoffentlich holt uns dieses Gebäude nicht einmal ein“, fürchtete er hohe Unterhaltungskosten. Heilmann erwiderte mit dem Hinweis auf Gleichbehand-lung: Alle übrigen der rund ein Dutzend Dorfgemein-schaftshäuser lägen in der Hand der Gemeinden, „nur in Messenkamp nicht“. Gleichwohl sehe sich die Samtgemeinde in der Pflicht: „Deswegen haben wir für eure Sporthalle auch 50000 Euro an weiteren U-terhaltungsarbeiten vorgesehen.“
Besorgte Anfragen eines Zuhörers zur örtlichen Finanzpolitik und einer möglichen Erhöhung der Samtgemeindeumlage beschied Heilmann mit dem Hinweis auf seine bisherige Amtszeit: „In diesen Jahren habe ich die Umlage von 56 auf 44 Prozent zurückgeführt.“ Er habe nicht vor, bis zu seinem Ausschei-den daran etwas zu verändern.
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