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Tempo 70 rückt in weite Ferne

Rückschlag Tempo 70 rückt in weite Ferne

Im Bemühen um Tempo 70 an der B442 für weniger Lärmbelästigung und geringere Unfallgefahr hat die Bürgerinitiative (BI) in Messenkamp einen Rückschlag erlitten. Sowohl die Messungen an der Einmündung der K61 als auch Hinweise auf die Tempolimits an vergleichbaren Stellen haben den Landkreis als untere Verkehrsbehörde nicht umgestimmt.

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Die Einmündung der Kreisstraße 61 in die B442 ist aus Sicht des Landkreises nicht zu gefährlich für Tempo 100.

Quelle: gus

Messenkamp. Der Landkreis Schaumburg hat die Einwände immerhin zum Anlass genommen, die Angelegenheit noch einmal mit Vertretern der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der Polizei und der Samtgemeinde Rodenberg zu erörtern. Dies geht aus einem Schreiben an den Sprecher der BI gegen Verkehrslärm und Unfallgefahr, Karl Minne Braaksma, hervor.

Akzeptabler Wert

Doch dabei sei das Ergebnis gewesen, dass dem Wunsch, Tempo 70 bei Messenkamp auszuschildern, nicht entsprochen werden kann. Bei den Geschwindigkeitsmessungen sei festgestellt worden, dass 85 Prozent aller Fahrzeuge bei Messenkamp auf der B442 mit 98 Km/h oder weniger unterwegs sind. Diesen Wert erachtet die Verkehrsbehörde als akzeptabel. Die BI sieht das völlig anders, weil unter all den Fahrzeugen auch jede Menge Lastwagen sind, die maximal 70 Stundenkilometer schnell sein dürfen.

Das zweite starke Argument der BI war der Lärm, der die Anwohner der Bundesstraße seit Jahren nervt. Daran hat sich offenbar auch nichts geändert, seit im Zuge der Sanierung im vergangenen Jahr eine Geräusche hemmende Asphaltschicht eingebaut wurde.

Keine nennenswerte Zunahme

Doch auch hier macht der Landkreis wenig Hoffnung auf Erfolg. Die Verkehrszählung, bei der auch die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge gemessen worden waren, habe keine nennenswerte Zunahme im Verkehrsstrom auf der B442 bei Messenkamp ergeben. Somit seien die Lärmberechnungen früherer Jahre weiterhin aktuell, sodass dem Ort kein Lärmschutz – beispielsweise in Gestalt einer Wand – zugesprochen werden kann. Immerhin rät die untere Verkehrsbehörde der BI dazu, diesbezüglich noch einmal bei der Behörde in Hameln anzuklopfen.

Dann wäre da noch der Verweis auf sämtliche andere Einmündungen in die B 442 im Bereich Lauenau. Dort gilt überall Tempo 70 – nur bei Messenkamp nicht. Dies ist laut Landkreis aber in jedem einzelnen Fall auf besondere Umstände, beispielsweise schlechte Sichtverhältnisse, Unfallhäufung oder eine Ampel zurückzuführen.

Bei Messenkamp seien solche Kriterien nicht erfüllt. Die Kreuzung sei gut einsehbar und auch auf der Bundesstraße ausreichend ausgeschildert. Somit schiebt der Landkreis auch dieses Argument beiseite. Somit muss sich die BI nun eine neue Strategie überlegen, um doch noch zum Ziel zu kommen. gus

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