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Zum Hambühre nicht zweckentfremden

Nachwehen einer Feier Zum Hambühre nicht zweckentfremden

Die Nachwehen einer Feier auf dem Altenhäger Bolzplatz haben im Gemeinderat Messenkamp zu einer Grundsatzdiskussion geführt. Tenor: Der Platz an der Straße Zum Hambühre soll nicht zweckentfremdet werden, doch die Jugendlichen im Ort brauchen auch einen Ort zum Austoben – und zwar nicht nur in sportlicher Hinsicht.

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Quelle: SN

Altenhagen II. Gemeindedirektor Jörg Döpke teilte mit, dass nach einer Privatfeier Glassplitter und Unrat auf dem Platz zurückgeblieben waren. Es habe sich um eine „nicht genehmigte Nutzung“ gehandelt, unter anderem sei von Autos berichtet worden, die auf dem Rasen parkten. Reifenspuren seien nicht zurückgeblieben. Döpke stellte klar: Es dürfe keine Störung der Nachbarn geben, außerdem sei eine sichere Nutzung des Bolzplatzes zum Fußballspielen zu gewährleisten.

 Döpke hatte seine Ausführungen nicht als Appell an die Politiker geäußert sondern lediglich mitteilen wollen, wie die Verwaltung den Vorgang bewertet. Bürgermeister Frank Witte (SPD) zeigte aber Verständnis dafür, dass sich Jugendliche ab und zu auf dem Platz treffen, um nicht ausschließlich dem runden Leder nachzujagen. Denn es gebe kaum eine andere Möglichkeit für diese Altersgruppe, sich im öffentlichen Bereich des Dorfes zu vergnügen.

 Klar sei, dass es untersagt ist, auf dem Platz Partys zu feiern. Und er werde keinen Vorstoß unternehmen, um den im Volksmund „Hambeuer“ genannten Platz zu einem öffentlichen Festgelände zu erklären. Aber die Gemeinde könne es auch nicht komplett unterbinden, dass dort ab und zu jemand unerlaubt feiert. Bei einer Anwohnerin erkundigte sich der Bürgermeister, ob sich diese vom Lärm gestört fühlt. Die Altenhägerin versicherte, dass es nicht oft laut wird und sie daher nicht klagen könne. Vielmehr seien Hunde auf dem Platz ein Ärgernis.

 SPD-Ratsherr Kay Solasse sprach ein anderes Problem an: Seiner Kenntnis nach stehen auf dem Fußballplatz häufiger halb leere Flaschen mit hochprozentigem Inhalt herum. Kinder könnten damit in Kontakt kommen. „Und da hört bei mir der Spaß auf“, sagte der Polizist. Daher sprach sich Solasse dafür aus, dass die Feiernden zum Aufräumen nach ihren Treffen angehalten werden. Dass sich dies als schwierig umsetzbar erweisen dürfte, war ihm klar, dennoch solle der Kontakt zur Dorfjugend gesucht werden.

 Und diese könnte von der aktuellen Debatte sogar profitieren: Solasse schlug vor, den Bolzplatz wieder so auszustatten, dass dort zwei Fußballtore mit intakten Netzen vorzufinden sind. Dies würde erheblich zur Attraktivität beitragen, schließlich müssten Jugendliche derzeit die Bälle häufig von einer Wiese zurückholen. Witte unterstützte den Vorstoß.

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