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Messenkamp Zwischenfall mit Bikern
Schaumburg Rodenberg Messenkamp Zwischenfall mit Bikern
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00:28 16.03.2015
Quelle: dpa
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Messenkamp

Am vergangenen Sonntag, beklagten die Beteiligten in einem Schreiben an den Landkreis, habe „unüberhörbar für uns alle die Motorradsaison 2015 begonnen“. Die eingebauten Schwellen helfen anscheinend nicht gegen die lautstarken Hin- und Herfahrer, auch die Polizei sei in ihren Augen nicht in der Lage, die Tempolimits zu kontrollieren.

 Zudem habe sich an dem besagten Tag noch eine sehr unangenehme Situation zugetragen, berichten zwei Mitglieder der Initiative. Als die Motorradfahrer ab dem Mittag ihre Runden zogen, setzten sich die beiden im Laufe des Nachmittags an die Leitplanke, um den Verkehr zu beobachten. Vier unterschiedliche Fahrzeuge konnten sie ausmachen, bis etwas später einer der Fahrer persönlich zu ihnen herüberkam und sie ansprach. Die Mitglieder der Bürgerinitiative fühlten durch die Situation bedroht, verließen den Platz und gingen auf dem Wirtschaftsweg in Richtung Altenhagen zurück, wobei der genannte Biker sie fotografiert haben soll. Später habe der Mann noch versucht, sie mit dem Motorrad zu verfolgen, gab aufgrund der schlechten Wegstrecke aber auf und kehrte um. Die Bürgerinitiative meldete den Vorfall der Polizei.

 Auf das Schreiben an den Landkreis hin erklärte Kreisdezernentin Ursula Müller-Krahtz der Initiative noch einmal die Problematik und warum es für die Kreisstraße keine einfachen Lösungsmöglichkeiten gebe. Eine Sperrung der K61 für Motorradfahrer komme aktuell jedenfalls nicht in Betracht. Zum einen stelle sie keinen Unfallschwerpunkt dar, seit September wurde dort nur ein Wildunfall registriert.

 Zum anderen handle es sich um eine „wichtige Wegeverbindung“, die „dem überregionalen Verkehr gewidmet ist“. Würde sie für Motorradfahrer gesperrt, müsste es eine sinnvolle Umleitungsstrecke geben. Eine solche lasse sich aber nicht einrichten, da die einzige mögliche Alternativroute – die B442 und L401 über Eimbeckhausen – das Problem nicht lösen, sondern nur verlagern würde, nämlich nach Eimbeckhausen, wo die Wohnhäuser zudem noch direkt an der Fahrbahn lägen.

 Eine Lösung im Sinne der Messenkämper Initiative ist demnach vorerst nicht in Sicht. Eine verstärkte Polizeipräsenz ist zwar vorgesehen, „leider sind den Einwirkungsmöglichkeiten auf uneinsichtige Verkehrsteilnehmer Grenzen gesetzt“, so Müller-Krahtz. kle

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