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Auch für Magd und Knecht

Landjugend Auch für Magd und Knecht

Auf einen langen Weg haben sich 24 Mitglieder der Pohler Landjugend „Suntal“ begeben. In fünf Gruppen suchten sie die örtlichen Haushalte auf, um in Versform zum Besuch des Erntefests zu „nötigen“. Gleichzeitig verkauften sie Karten für das Katerfrühstück.

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Erst „genötigt“, dann ein Schnaps: Mitglieder der Landjugend bei ihrem Besuch der Einwohner.

Quelle: nah

Pohle. Wie lange es überhaupt schon das „Nötigen“ im Dorf gibt, wusste Pressesprecherin Lena Ebeling auf Anhieb nicht zu sagen. Die „echt gute Frage“ will sie nun auch Eltern und Großeltern stellen, nachdem sich die „Suntaler“ rasch einig waren: „Auf jeden Fall so lange, wie es unsere Erntefeste schon gibt.“ Und das ist seit etlichen Jahren der Fall. Inzwischen organisiert schon die dritte Generation junger Dorfbewohner das stets dreitägige Ereignis.
So machten sich die Gruppen auf den Weg: die Männer mit Strohhut, Halstuch und Knotenstock, die Frauen mit karierten Röcken und weißen T-Shirts. Als sie an den Haustüren klingelten, wurden sie zumeist schon freudig erwartet.

Noch eine Weile geplaudert

Dann sprachen sie ihre Einladung „auch an Oma und Opa, Magd und Knecht“ aus und verlangten, am 2. September ja auf Bürgels Hof zu sein. Bei einem Glas Schnaps wurde noch eine Weile geplaudert. „Hauptsache, ihr seid bis 20.30 Uhr zurück“, hatte Vorsitzender André Fischer zum Auftakt der rund siebenstündigen Aktion von allen verlangt. Denn es musste einander ja von den Erlebnissen erzählt werden. Dabei kam dann heraus, dass wieder einige Einwohner den Besuchern gar nicht öffnen wollten. Noch schlimmer war es einer Gruppe vor Jahren ergangen: Diese wurde kurzerhand vom Grundstück gejagt. „Vielleicht“, vermutete Fischer, „haben die geglaubt, wir seien Landstreicher oder Vertreter einer Sekte“.  nah

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