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Eine junge Frau und ihr älteren Feuerwehrmänner

Deutliches Mitgliederplus beim Pohler Männerchor Eine junge Frau und ihr älteren Feuerwehrmänner

Gesangvereine haben es heutzutage schwer. Die klassischen Gemeinschaften leiden unter Mitgliederschwund. Viele mussten sich bereits auflösen, weil langjährige Aktive alters- oder krankheitsbedingt Lücken in die Chorreihen rissen, die nicht mehr zu schließen waren.

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Eine junge Frau gibt den Ton an: Gegen den Trend boomt es im Pohler Männerchor.

Quelle: Nah

POHLE. Einen ganz anderen Trend gibt es in Pohle. Dort boomt es regelrecht: Allein in den vergangenen drei Jahren ist der Männergesangverein „Concordia“ um mehr als 50 Prozent gewachsen.

 Nicht nur die Kameradschaft untereinander ist wichtig

„Wir sind halt eine gute Truppe“, sagt Sänger Dieter Krejtscha, der mit einigen Männern noch vor der Tür auf den Beginn des Übungsabends wartet. Doch das ist es nicht allein: Auch andere Chöre pflegen eine gute Kameradschaft. „Das macht unsere Dirigentin“, wird Claus Mensching schon konkreter. In der Tat: Seitdem die junge Berufsmusikerin Wiebke Reese die Nachfolge von Wilfried Rodenbeck-Dierßen von dem auch dort deutlich älter werdenden Männerensemble übernommen hat, ging es steil bergauf.

Vorsitzender Jürgen Baumgart stimmt uneingeschränkt zu: „Wiebke ist unser Zugpferd.“ Sie wohnt nicht nur in Pohle; sie gehört auch aktiv der Feuerwehr an. Und dort scheint sie wohl etliche ältere Kameraden überzeugt zu haben. Denn seitdem diese mit dem bevorstehenden Eintritt in die Altersabteilung auch den Weg zum Chor gefunden haben, sind andere gleich mitgekommen. So steht Reese statt früher vor 18 nun vor 30 stimmgewaltigen Einwohnern.

Allerdings hat sie auch frischen Wind in die alten Notenblätter gebracht. Ein aus den Sängerreihen gebildeter Ausschuss entscheidet mit ihr über neue Einstudierungen der moderneren Art. Und so lassen die beim Übungsabend aus dem Dorfgemeinschaftshaus dringenden Töne buchstäblich aufhorchen.

Offenes Singen am 18. Oktober geplant

Baumgart will die Gunst der Stunde nutzen. Am Dienstag, 18. Oktober, wird um 20 Uhr zu einem „Offenen Singen“ eingeladen. „Wir haben da noch so ein paar Kandidaten auf unserer Liste“, verrät der Vorsitzende, „die wir zu überzeugen suchen“. Und auch unter den in jüngster Zeit zugezogenen Einwohner könnte es potenzielle Mitglieder geben. Es müssen keine Carusos oder Notenkenner sein: Niemand verlange ein Vorsingen. Stattdessen gebe es einen „Paten“, der die erste Zeit in der Gemeinschaft erleichtern soll.

Zur Veranstaltung sind ausdrücklich auch Frauen willkommen. „Aber nicht, weil wir uns zu einem gemischten Chor öffnen wollen“, beteuert der Vorsitzende: „Wir bleiben prinzipiell ein Männergesangverein, auch wenn wir gelegentlich gemeinsam mit dem weiblich besetzten DRK-Singkreis auftreten.“ Die Einladung an die Damen hat einen geradezu listigen Grund: „Die sollen zuhören“, grinst Baumgart, „und dann ihre Männer zum Kommen überreden“. nah

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