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Enttäuscht vom Rat

Pohler Bach-Zoff geht weiter Enttäuscht vom Rat

Enttäuscht haben sich einige Bürger in der Pohler Ratssitzung gezeigt. Von ihren Politikern hatten sich die Einwohner eigentlich eine Vermittlung mit dem Landkreis erhofft. Hintergrund ist der Zoff um den Pohler Bach (wir berichteten).

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Der Streit um den Pohler Bach geht weiter.

Quelle: gus

POHLE. Sechs Anwohner der Hauptstraße sowie der Inhaber der Fischereirechte des Pohler Bachs beklagten sich wegen Überschwemmungen durch den Anstieg des Grundwassers und eine gleichzeitige Verlandung des Gewässers vor dem Stauwehr (wir berichteten). Schon im Bericht der Verwaltung kam der Antrag der Anwohner zur Sprache.

„Ich kann keinerlei Zuständigkeit der Gemeinde Pohle erkennen“, sagte Ralf Wilkening (SPD). Bürgermeister Jörg-Wilhelm Hupe (CDU) bot an, in der Angelegenheit weiter zu vermitteln. Ihm zufolge gab es bereits eine Klärung durch den Landkreis, die, so dachte er, auch an die Bürger weiter gegeben wurde. Nun wolle er noch einmal das Gespräch suchen.

Am Ende der Sitzung machten die Bürger ihrem Unmut Luft. Vor allem die Äußerung Wilkenings war ihnen sauer aufgestoßen. Die Gruppe verlangte eine Erklärung, warum sich die Gemeinde nicht zuständig fühlt. „Ihr sollt nicht Recht sprechen, sondern nur in Erfahrung bringen, ob alles seine Richtigkeit hat“, erklärte Stefan Ebeling. Die Gruppe bekomme vom Landkreis keine Antworten mehr und hatte deshalb auf eine Anfrage seitens der Gemeinde gehofft. Diesen Vorwurf weist der Landkreis von sich.

„Der Rat der Gemeinde Pohle ist ausschließlich zuständig für Angelegenheiten der Gemeinde Pohle“, entgegnete Wilkening –  der Bach gehöre nicht dazu. „Ihr müsst euch selbst an den Landkreis wenden“, so der Ratsherr weiter. Für solche Fälle gebe es auch das Mittel der Dienstaufsichtsbeschwerde, regte er an. Daraufhin wurde die Stimmung spürbar eisiger und der Tonfall auf beiden Seiten rauer.

Heinrich Schaper versuchte zu schlichten. Es wäre besser, Probleme kommunal zu regeln, bevor Beschwerde eingelegt wird. Schließlich sei der Rat auch dazu da, sich den Belangen der Bürger anzunehmen. Hans-Werner Kühnel (SPD warf ein, dass der Gemeinderat seinerzeit auch ausgiebig über den Südlink diskutiert habe, obwohl das kein ureigenes Thema der Gemeinde Pohle war.

Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla begrüßte es, bei einem Problem nicht gleich „die Keule zu schwingen“ und sich an die Aufsichtsbehörde zu wenden. Wilkening sagte, Hudalla solle nicht so tun, als sei diese Angelegenheit eine Aufgabe des Rates.

Schließlich ergriff auch Fischereipächter Wolfgang Weber das Wort. „Wir sind unwissende Bürger und haben um Hilfe gebeten“, sagte Weber. „Und das war zu viel“, ergänzte ein anderer Zuhörer. Nach der Sitzung beruhigten sich die Gemüter dann wieder. Die Gruppe will nun noch einmal das Gespräch mit dem Landkreis suchen. Vom Rat zeigten sich die Bürger enttäuscht – nur Bürgermeister Hupe habe ein „wohlwollendes Ohr“ gezeigt.

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