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Entwurf stößt auf Bedenken

Sanierung der Ortsdurchfahrt Entwurf stößt auf Bedenken

Rund 70 Zuhörer haben die erste Präsentation des Entwurfs zur Sanierung der Pohler Ortsdurchfahrt verfolgt. Nicht alles, was die Planer von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hinsichtlich der L439 vortrugen, stieß auf Zustimmung.

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Am Ortsausgang in Richtung Lauenau soll eine Querungshilfe für Radfahrer und Fußgänger entstehen. Der Radweg endet an dieser Querung.

Quelle: gus

Pohle. Bereits seit fünf Jahren laufen die Vorplanungen für die Sanierung der Landesstraße. Dabei registrierte die Behörde, dass die Autos zu schnell in den Ort hineinfahren. An einer Stelle betrug das Durchschnittstempo während einer Messperiode 66 Stundenkilometer. Jetzt sollten die bisherigen Ergebnisse mit den Pohlern geteilt werden, um anschließend den Planentwurf zu erstellen.

Rücksicht nehmen auf Anlieger

Mehrere Zuhörer sprachen das Problem der Gewerbetreibenden an, die besonders darauf angewiesen sind, dass Zulieferer und Kunden zu ihnen gelangen. „Soll ich meine Pizzeria zumachen?“, fragte ein Gastronom. Hartmut Meyer, Mitarbeiter der Landesbehörde, betonte, dass Wert darauf gelegt wird, möglichst rücksichtsvoll mit den Belangen der Anlieger umzugehen.

Zum derzeitigen Planungsstand sagte Friedrich Glaubitz von der Landesbehörde, dass die Straße asphaltiert und ein ebenfalls asphaltierter Bürgersteig gebaut wird, der aber mitunter die Seite wechselt. Den Gehweg bezahlt die Gemeinde teilweise mit. Wo neue Gehwegstücke entstehen, zahlt Pohle alles außer einem Zuschuss für den Bordstein, den das Land übernimmt. In den sonstigen Bereichen trägt die Gemeinde die Kosten fürs Pflaster, weil sie eine hochwertigere Ausführung favorisiert.

Der Knackpunkt: An den Gemeindekosten sind wiederum die Anlieger entsprechend der Grundstücksgrößen beteiligt. Summen konnte Bürgermeister Jörg-Wilhelm Hupe noch nicht nennen, doch mancher Anlieger schimpfte über die zusätzlichen Bürgersteige.

Querungshilfe soll entstehen

Die neue Fahrbahn wird sechs Meter breit sein, ausgenommen sind zwei Engpässe mit 5,50 Metern. Am Ortseingang in Richtung Lauenau soll eine Querungshilfe entstehen. Anstatt der Leitplanke am Pohler Bach will die Behörde ein sogenanntes Füllstabgeländer errichten. Dieses beinhaltet einen Betonsockel. Ein Anlieger befürchtete, dass künftig bei Hochwasser die Grundstücke stärker in Mitleidenschaft gezogen werden. Meyer stellte klar, dass Hochwasserschutz nicht Teil des Straßenbaus ist – da sei die Gemeinde der Ansprechpartner.

Eingeplant ist auch der behindertengerechte Ausbau der beiden Bushaltestellen, was ebenfalls die Gemeinde bezahlt. An einigen Stellen muss die Landesbehörde Grundstücksteile erwerben.

Zuhörer Heinrich Schaper bemängelte zu wenig Gewicht beim Aspekt Verkehrsberuhigung. Meyer entgegnete, dass Maßnahmen dafür vom Land ebenfalls nicht bezahlt werden. Schaper forderte überdies den Bau eines schmalen Gehwegs mit Schrammstein statt Hochbord. Dafür gebe es Pläne im Rodenberger Rathaus. Die Mitarbeiter der Landesbehörde sagten, sie nehmen alle Bedenken und Vorschläge auf.

Arbeiten dauern länger als ein Jahr

Baubeginn für die L439-Sanierung ist nach derzeitigem Plan 2019. Weil innerorts nicht mit einem schnellen Fortschritt zu rechnen ist, wird die Baumaßnahme mehr als ein Jahr dauern, sodass auch mit einer Winterbaustelle zu rechnen ist, an der witterungsbedingt nicht viel vorangeht. Die Arbeiten müssen in Abschnitten und dort jeweils unter Vollsperrung erfolgen. Die Landesbehörde rechnet mit Kosten von 2,5 Millionen Euro. gus

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