Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Pohle Laternen und Brücke dickste Brocken
Schaumburg Rodenberg Pohle Laternen und Brücke dickste Brocken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 09.12.2012
Anzeige
Pohle (gus)

Investieren will die Gemeinde unter anderem in die Straßenbeleuchtung. 50 000 Euro für das Umrüsten der Laternen auf energiesparende LED-Leuchten stehen im Haushalt 2013. In den 2014er-Etat sollen dann noch einmal 50 000 Euro eingestellt werden. Knapp 120 Laternen stehen in der Gemeinde.
Ab 2015 sind die alten Lampen nicht mehr erlaubt. Das Bundesumweltministerium fördert das Umstellen zu 40 Prozent, zudem setzt Pohle nach Worten von Gemeindedirektor Uwe Heilmann auf ein günstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Dafür muss die Gemeinde ein Darlehen aufnehmen, dessen geringer Zinssatz auf zehn Jahre festgeschrieben ist. Überdies rechnet die Verwaltung mit einer Stromersparnis von 6000 Euro pro Jahr. Bei steigenden Tarifen entsprechend mehr.
Die Brücke an der Hauptstraße am Ortsausgang in Richtung Antendorf soll 75 000 Euro kosten. 35 000 Euro stehen im Haushaltsplan für die Sanierung der Apelerner Straße. Weitere 10 000 Euro sind für zusätzliche Sanierungsmaßnahmen des Dorfgemeinschaftshauses vorgesehen.
„Wir sind auf einem soliden Weg“, konstatierte Heilmann. Die Gemeinde habe in den zurückliegenden Jahren gut gewirtschaftet. Die Investitionen im Etatentwurf seien sinnvoll.
Rainer Helbig (SPD) kritisierte, es sei das Ziel gewesen, keine weiteren Kredite aufzunehmen. Jetzt seien wieder 100 000 Euro neue Schulden geplant. Das Geld für die Brückensanierung hält Helbig nicht für gut investiert, weil die Brücke nicht für „normale Bürger“ nutzbar ist. Er regte an, den Weg fortan freizugeben. Zudem hält Helbig die Kosten für zu hoch gegriffen. „Das würde auch günstiger gehen“, sagte er.
Hans-Werner Kühnel (SPD) rechnete vor, dass jeder Pohler quasi 80 Euro für eine Brückensanierung zahlen muss, die die Bürger gar nicht brauchen. Eberhard Hasler (CDU) erwiderte, der Weg werde auch von den Bürgern genutzt. Dies bekräftigten mehrere Zuhörer in einer zähen Einwohnerfragestunde.

Anzeige