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Pohler Landjugend holt Getreide ein

Ernte mit der Gartenschere Pohler Landjugend holt Getreide ein

Ein gutes Dutzend junger Leute macht sich auf einem Weizenfeld in der Pohler Feldmark zu schaffen. Mit Gartenscheren schneiden sie die schwer tragenden Halme ab. Natürlich haben sie zuvor den betroffenen Landwirt gefragt. Der gab seine Erlaubnis gern: Denn die Zutaten werden für das bevorstehende Erntefest benötigt.

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Getreideschnitt mit Gartenscheren: Die Pohler Landjugend besorgt sich die Zutaten für die Erntekrone.

Quelle: nah

Pohle (nah). Ausrichter ist wiederum die örtliche Landjugendgruppe „Suntal“. Diese fühlt sich schon seit etlicher Zeit für das dreitägige Ereignis verantwortlich. Nun will sie sich besondere Mühe geben: Denn von Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. September, wird auch an das jetzt 35-jährige Bestehen der Gemeinschaft erinnert.

 Längst ist in ihr schon die zweite und dritte „Jugendgeneration“ herangewachsen. Ehemalige indes haben sich als Pohler „Landsenioren“ in einem eigenen Kreis gefunden. Doch auch die jungen Leute pflegen weiterhin die lieb gewordenen Traditionen. Das geht schon mit dem „Nötigen“ los: Am Sonnabend, 22. August, klopfen mindestens vier Gruppen an die Haustüren, um in Versform die Einwohner einzuladen und am besten ihnen gleich eine Karte für das Katerfrühstück zu verkaufen.

 Bereits jetzt sind sie dabei, ihrem Festwagen einen neuen Anstrich zu geben, damit er pünktlich geschmückt werden kann. Andere Gruppenmitglieder üben alte und neue Tänze ein, die bei der zentralen Feier auf dem Hof des „Erntebauern“ aufgeführt werden.

 Das Fest wird am Freitagabend mit einer „Mega-Zeltfete“ ab 20.30 Uhr eröffnet. Unter dem Motto „Wir ackern seit 35 Jahren“ beginnt der Sonnabend um 14 Uhr mit dem Ausmarsch zum Erntebauern und einem Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Ab 19 Uhr folgt eine Feierstunde mit einem Rückblick. Von 20 Uhr an ist Tanz im Festzelt. Nach einem Gottesdienst am 6. September, der um 10 Uhr beginnt, folgt ein „bayerisches Katerfrühstück“ mit musikalischer Unterstützung und dem dorfkritischen Auftritt von „Magd und Knecht“.

 Fleißige Landjugend-Hände binden übrigens auch schon die Erntekrone, für die das Korn geschnitten worden ist. Warum diesmal dabei nicht die Sense zum Einsatz kam, verriet der Vorsitzende Christian Battermann nach anfänglichem Zögern: Beim letztjährigen Einsatz sei sie schlichtweg kaputt gegangen.

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