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Pohler Protest formiert sich

"Südlink" Pohler Protest formiert sich

Auch in Pohle erregt die Stromtrasse „Südlink“ den Protest der Bürger. Im Gemeinderat wurde eine Resolution gegen den Verlauf durch die Gemeinde verabschiedet, außerdem hat sich eine Bürgerinitiative gegründet.

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Im Fadenkreuz: Weitere Strommasten sollen in der Samtgemeinde Rodenberg – im Bild ein Exemplar bei Apelern – nicht entstehen.

Quelle: gus

Pohle. Wie sehr das Thema die Menschen derzeit buchstäblich elektrisiert, war an der Zuhörerzahl im Gemeinderat abzulesen: Alle vorgesehenen Plätze waren frühzeitig belegt, sodass sich mehrere Bürger nachträglich Stühle in den Sitzungsraum des Gasthauses Homberg holen mussten. Der Tagesordnungspunkt „Resolution Südlink“ wurde nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt.

Der Rat beschloss eine Resolution gegen die Trassenführung der Gleichstromleitung durch die Samtgemeinde Rodenberg. Diese sollte eigentlich von den Bürgermeistern aller Mitgliedsgemeinden unterzeichnet werden. Doch der Gemeinderat Apelern und der Samtgemeinderat hatten zuletzt entschieden, das Papier erst zu verabschieden, wenn mehr Informationen vorliegen.

Eberhard Hasler (SPD) sagte, es sei klar, dass jeder Strom, aber niemand die Trasse haben wolle. Die Politik müsse aufzeigen, dass die Streckenführung durch die Samtgemeinde die unwirtschaftlichste ist und erhebliche Negativauswirkungen für Pohle hätte. Hasler zeigte sich enttäuscht darüber, dass die anderen Gemeinden zögerten. Er habe sich mehr Solidarität gewünscht, auch wenn die Leitung andere Kommunen möglicherweise weniger belasten würde als Pohle. Bürgermeister Jörg-Wilhelm Hupe schränkte ein: Die Resolution sei andernorts nicht vom Tisch, sondern nur vertagt worden.

Hans-Werner Kühnel (CDU) plädierte wie Hasler für die Unterzeichnung der Resolution für die Gemeinde Pohle. Zwar sah Kühnel den Aspekt der Gesundheitsgefährdung differenziert: Zuhause lebe mancher wohl näher an Stromkabeln als später an der unerwünschten Kabeltrasse. Dennoch sei er wegen der drohenden Verschandelung des Landschaftsbild für ein Ja zur Resolution.

Ute Hübner und Susanne Fischer hatten zu dem Thema ein Informationsblatt erstellt, in dem sie auf die Gefahren und Unwägbarkeiten des „Südlinks“ hinweisen. Die „Interessengemeinschaft contra Südlink-Tennet“ schloss sich später auf Grundlage des Papiers zusammen.

Hübner wies zusätzlich zu optischen Beeinträchtigungen auf die unbekannten Gefahren einer Gleichstrom-Hochspannungsleitung hin. Es handle sich auch um eine Entscheidung zum Wohl der Kinder. Hinzu komme eine mögliche Wertminderung der Häuser und Grundstücke. Die Bundesregierung habe im Koalitionsvertrag festgelegt, die Trasse von der Nordsee in den Süden der Republik nur im Einverständnis mit den Bürgern bauen zu lassen. Daher sei es wichtig, deutlich zu machen, dass die Pohler Bürger gegen den „Südlink“ sind. Dafür erntete Hübner Applaus.

Die Interessengemeinschaft lädt zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 11. Dezember, 19 Uhr, in das Gasthaus Homberg ein. Dann soll die Strategie fürs weitere Vorgehen erörtert werden. gus

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