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Stau am Pohler Bach bereitet Probleme

Bürger wehren sich Stau am Pohler Bach bereitet Probleme

Sechs Familien die an der Hauptstraße in Pohle wohnen sowie der Pächter der Fischereirechte des Pohler Bachs haben sich in einem Schreiben an die Gemeinde gewandt. Gründe dafür sind Überschwemmungen durch den Anstieg des Grundwassers und eine gleichzeitige Verlandung des Gewässers vor dem Stauwehr.

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Das Wasser des Pohler Bachs stellt für manche Einwohner seit Kurzem ein Problem dar.

Quelle: gus

Pohle. „Wir sind Pohler Bürger und wissen uns nicht mehr anders zu helfen“, erklärte Fischereipächter Wolfgang Weber gegenüber den SN. Der laut Weber mehrfach kontaktierte Landkreis habe bisher keine Erklärung dazu abgegeben. Nun erhoffen sich die Bürger eine Auskunft über ihren Gemeinderat.

Stauwehr sorgt für Probleme

Auslöser für die Probleme ist aus Sicht der Anwohner der Neuaufbau des alten Stauwehrs. Zuvor hatte es einen Eigentümerwechsel an der Wischmühle gegeben. „Seit geraumer Zeit haben wir durch einen allgemein hohen Wasserstand im Pohler Bach massive Probleme mit dem Grundwasserspiegel auf unserem Grundstück“, schreiben die Anwohner in einem Brief an die Gemeinde.

Ihnen zufolge wird das Gebiet inzwischen „häufiger“ überflutet. Das ist Problem Nummer eins. Eine Anfrage beim Landkreis habe laut Weber ergeben, dass die Genehmigung für einen Staupunkt bei 88 Meter über Normalnull liegt. Tatsächlich staut sich das Wasser laut dem Fischereipächter aber auf einer Höhe von 88,53 Metern über dem Meeresspiegel.

Die zweite Problematik liegt darin, dass den Fischen „der natürliche Durchzug genommen wird“, so Weber. Vor dem Wehr sammelt sich Schlamm, der nicht abfließen kann. Dadurch verlandet der Bereich. Der Sauerstoffgehalt nimmt ab, und die Fische büßen an Lebensqualität ein, erklärt der Fischereipächter.

Eingriff in die Natur

Laut den Anwohnern wird das Wasser zu einem Badeteich angestaut. „Das ist ein Eingriff in die Natur“, sagte Weber. Außerdem sei es fraglich, ob für einen Badeteich Wasser aus einem öffentlichen Gewässer genommen werden darf.
„Unser Ziel ist es, den Bach wieder frei zu kriegen“, so der Fischereipächter. Die Anwohner hoffen nun auf eine baldige Klärung seitens des Landkreises. „Die Sitzung könnte emotional werden“, meint Weber.

Der Rat kommt am heutigen Mittwoch ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Pohle, Schulstraße 2, zusammen. göt

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