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Pohle Verkehrsbehörde stellt Sanierungspläne vor
Schaumburg Rodenberg Pohle Verkehrsbehörde stellt Sanierungspläne vor
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00:16 03.07.2016
 Die Hauptstraße ist bereits seit Jahrzehnten in einem schlechten Zustand. Quelle: ber
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Pohle

Bei einem Treffen der Träger öffentlicher Belange sind nach Angaben von Markus Brockmann, Leiter der Landesverkehrsbehörde in Hameln, bereits einige Punkte erörtert worden. Dabei hat der Gemeinderat der Behörde eine Liste mit gewünschten Maßnahmen überreicht, die die Verkehrssicherheit in Pohle im Zuge des geplanten Straßenausbaus erhöhen sollen.

Querungshilfen sollen Sicherheit erhöhen

Unter anderem soll nach dem Willen des Gemeinderates ein Zebrastreifen zwischen den Bushaltestellen in Höhe der Hauptstraße 16 (kurz vor dem Gasthaus Homberg) Fußgängern das Queren der Straße erleichtern. Auch die Verbreiterung des Bürgersteiges in Höhe der Hauptstraße 59, ein abgesenkter Bordstein, um die Kurve an der Hauptstraße 73 besser mit dem Kinderwagen bewältigen zu können, sowie eine optische Querungshilfe für Fußgänger in Höhe der Pizzeria stehen auf der Wunschliste.
„Wir arbeiten die Punkte nach und nach ab und prüfen, was sich davon umsetzen lässt“, versichert Brockmann, der allerdings einigen Forderungen schon jetzt eine Absage erteilt. „Eine Geschwindigkeitsreduzierung durch Farbgebung auf der Straße am Ortsausgang Richtung Antendorf werden wir nicht machen. Untersuchungen haben gezeigt, dass das keine Wirkung entfaltet.“
Ob zwischen den Bushaltestellen ein Zebrastreifen angelegt wird, könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, so der Behördenleiter. „Wir werden aber prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, um eine sichere Querung zu ermöglichen.“
Sicher ist nach Angaben von Brockmann dagegen, dass der Rad- und Fußweg zwischen Lauenau und Pohle bis zur Einmündung der Meinser Straße (K 57) verlängert wird. „Im Ortskern ist unser Spielraum dagegen begrenzt, da die Straße sehr eng zwischen den Häusern und dem Pohler Bach verläuft“, erklärt Brockmann.

Landesbehörde will Anregungen der Bürger einbeziehen

Bei einem noch nicht näher terminierten Bürgerinformationsabend nach den Sommerferien will die Landesbehörde den aktuellen Planungsstand vorstellen. Dabei sei jedoch noch nichts in Stein gemeißelt, verspricht Brockmann. „Wir werden die Anregungen der Bürger aufnehmen und in unsere Planungen einbeziehen.“
Bis Jahresende sollen die Planungen abgeschlossen sein. 2017 folge dann die Planfeststellung und ein Beteiligungsverfahren, bei dem alle von der Baumaßnahme Betroffenen Stellung beziehen können. Wann der Baustart erfolgen kann, sei dagegen noch unklar. „Das hängt davon ab, wann das Land die Maßnahme im Haushalt einplant“, so Brockmann. Allerdings stehe die Sanierung der Hauptstraße ganz oben auf der Liste der Um- und Ausbaumaßnahmen.
Und dies nicht ohne Grund: „Als ich vor 20 Jahren bei der Verkehrsbehörde angefangen habe, war die Straße schon kaputt. Seitdem ist dort bis auf kleinere Flickarbeiten nichts gemacht worden“, erklärt Brockmann. „Die Fahrbahn ist mittlerweile völlig kaputt. Um die Substanz halbwegs zu erhalten, ist der Verkehr bereits auf zwölf Tonnen begrenzt.“

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