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Was müssen die Bürger zahlen?

Debatte um Straßenausbau Was müssen die Bürger zahlen?

Dass Politiker die Bürger bereits frühzeitig auf drohende Straßenbaubeiträge hinweisen, kommt eher selten vor. Doch genau dies würde der Pohler SPD-Ratsherr Hans-Werner Kühnel gern tun.

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Bereits jetzt sanierungsbedürftig: Die Pohler Hauptstraße.

Quelle: gus

Pohle. Allerdings liegen noch keine Kostenschätzungen vor, von denen sich individuelle Beiträge für die Arbeiten an den Bürgersteig entlang der Hauptstraße ableiten ließen.

 Kühnel geht davon aus, dass die Ortsdurchfahrt (Landesstraße 439) in naher Zukunft unters Messer kommt. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat zwar für 2015 abgewinkt, weil die Bundesstraße 442 bei Messenkamp für sieben Monate gesperrt wird (wir berichteten). Doch genau dies wertet Kühnel als Argument, dass anschließend die Hauptstraßen-Sanierung in Pohle nicht mehr lange hinausgeschoben werden kann.

 Die Straße weise jetzt bereits erhebliche Schäden auf, und wenn erst sieben Monate lang täglich mehrere Hundert Autos und Lastwagen zusätzlich die Umleitungsstrecke L439/K57 entlanggerollt seien, dann komme die Landesbehörde nicht mehr um die Sanierung herum. Zwar verläuft die Umleitung nur vom Ortsschild bis zum Gasthaus Homberg über die Pohler Hauptstraße, doch der SPD-Politiker geht davon aus, dass die Behörde nicht nur diesen kurzen Abschnitt instand setzt.

 Und wenn die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt kommen, dann bringen sie für die Anlieger Kosten mit sich, da diese per Satzung der Gemeinde an der Sanierung der Gehwege beteiligt werden. Gut zwei Kilometer Bürgersteig sind Kühnel zufolge betroffen.

 Gern würde der SPD-Mann den Bürgern bereits eine Kostenschätzung ermöglichen. Dafür wünscht sich Kühnel eine Kennziffer in der Finanzplanung der Gemeinde, die bereits bis 2018 vorliegt. In der Gemeinderatssitzung vergangener Woche wurde er aber erneut enttäuscht.

 Gemeindedirektor Sven Janisch erklärte auf Anfrage, dass eine seriöse Angabe zu den Kosten derzeit unmöglich ist. Das Baugewerbe unterliege Preisschwankungen, außerdem hänge der Wert davon ab, wie sich das Land an der Sanierung der Gossen beteiligt. Zwar sei eine ungefähre Angabe per Knopfdruck zu erstellen, davon rät Janisch aber ab, solange kein Baubeginn terminiert ist. „Wir reden davon seit 2010“, erinnert Janisch, der nicht zwingend davon ausgeht, dass die Hauptstraße in den nächsten Jahren erneuert wird.

 Kühnel hat das Thema aber auch mit Blick auf die Samtgemeinde auf der Agenda. Die dürfte nämlich die Kanäle sanieren müssen, sobald die Hauptstraße erneuert wird. Und dann muss sich die Verwaltung in Rodenberg über die dafür anfallenden Kosten Gedanken machen. gus

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