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Wieder Scherereien mit bockigem Trio

Schafe in Pohle Wieder Scherereien mit bockigem Trio

Die drei am Wochenende in Pohle eingefangenen Schafe haben am Mittwoch erneut für Wildwestszenen gesorgt. Mitarbeiter des Tierschutzvereins Rodenberg-Nenndorf und Umgegend wollten die drei gehörnten Tiere an einen anderen Ort verfrachten. Klingt einfach, war aber äußerst kompliziert.

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POHLE. Der erste Versuch, die Tiere in ein Pferch auf einer Wiese in Pohle zu treiben, scheiterte kläglich – obwohl Helmut Homberg, bei dem die Schafe zwischenzeitlich untergekommen waren, erneut sein „Lockschaf“ einsetzte, das bereits am Sonnabend den durchschlagenden Erfolg gebracht hatte. Diesmal waren die Böcke, deren Herkunft nach wie vor unbekannt ist, aber nicht so sehr an der deutlich größeren Schafdame interessiert.

Daraufhin holte Homberg einen ausrollbaren Zaun, mit dem er und die Tierschützer das bockige Trio schließlich doch dazu bewegen konnten, Zuflucht im Pferch zu suchen. Zuvor hatte Jutta Schneider, Vorsitzende des Tierschutzvereins, bereits Veterinär Lothar Abele kontaktiert, damit dieser den Schafen Beruhigungsspritzen verpasst.

Nichts für die Streichelwiese

Denn Schneider waren die Böcke deutlich zu wild, sodass sie um ihre Gesundheit und die Unversehrtheit ihres Kastenwagens bangte. Ehe der Arzt das Mittel spritzen konnte, mussten die Tiere angeleint werden. Dabei bewies Schneider, dass Tierschutz nichts für Leute von der Streichelwiese ist: Sie packte kräftig zu und ließ sich auch von Hornstößen nicht einschüchtern. „Das sind ja nicht die ersten Schafe, die wir einfangen“, betonte Schneider. Doch selbst im sedierten Zustand erwiesen sich die Tiere später als ausgesprochen wehrhaft. Jeweils zu zweit mussten die Beteiligten sie in den Kastenwagen hieven. Dort lagen sie dann lammfromm nebeneinander und harrten der Dinge.

Mit dem Auto bugsierten die Tierschützer sie an ihren neuen Zufluchtsort, der nicht bekannt gegeben wird. Dort können die Schafe, bei denen es sich laut Abele um Mischlinge handelt, länger bleiben. Schneider hofft, dass sich der Besitzer alsbald meldet oder dass zumindest Hinweise eintreffen, wem die Schafe gehören. Denn die Unterbringung kostet den Verein Geld. Erreichbar sind die Tierschützer unter Telefon (05723) 82902. gus

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