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Zentnerweise Kartoffeln im Bach

Umweltfrevel in Pohle Zentnerweise Kartoffeln im Bach

Unbekannte haben etwa zwei Zentner Kartoffeln in den Pohler Bach gekippt. Dessen Fischereiberechtigter schüttelt ebenso mit dem Kopf angesichts dieses Umweltfrevels wie der Geschäftsführer des zuständigen Unterhaltungsverbands, Frank Faber. Dieser weist in dem Zusammenhang auch auf die negativen Auswirkungen hin, die Rasenschnitt hat, wenn er an Gewässern entsorgt wird.

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Symbolbild

Quelle: DPA

POHLE. Jede andere Form der Entsorgung der Kartoffeln wäre sinnvoller gewesen als diese – da sind sich der Pohler Angler und der Verbands-Chef einig. „Ein Landwirt hätte die Kartoffeln beispielsweise auf einem Acker unterpflügen können und hätte so etwas zusätzlichen Dünger gehabt“, sagt Faber. Und selbst am Wegesrand hätten sie Wildtieren als Futter gedient, findet der Fischereiberechtigte des Pohler Baches.

Dieser hat die Kartoffeln selbst aus dem Gewässer geholt, um Schaden abzuwenden, wie er erklärt. Dabei entdeckte er, dass sowohl alte als auch neue Früchte in dem Bach lagen. Viele hätten sogar noch verzehrt werden können, ehe sie im Bach landeten, schätzt der Pohler. „Ich weiß nicht, was diesen Menschen veranlasst hat, das zu tun“, sagt er. Faber betont, dass Kartoffeln oder andere pflanzliche Lebensmittel im Wasser beginnen zu verfaulen. Dieser Prozess zehrt wiederum Sauerstoff auf, was zu einer Beeinträchtigung der Wasserqualität führt. Auch der pH-Wertleide darunter.

"Das gehört sich nicht"

Dass ein Unfall die Ursache war, schließt der Fischereiberechtigte aus. Die Kartoffeln lagen direkt unter der Brücke an der Wischmühle. Und der betreffende Weg führt zu einer Kompostierungsanlage des Landkreises. Möglicherweise stand dort jemand vor verschlossenen Türen und entschied sich auf dem Rückweg, die Früchte in den Bach zu werfen. „Das gehört sich nicht, und es wird teuer, wenn man erwischt wird“, unterstreicht Faber. Dabei sei die legale Entsorgung kostenlos.

Der Verbands-Geschäftsführer warnt auch davor, Rasenschnitt in Bäche oder Gräben oder auch nur an deren Böschungen abzuladen. Denn in dieser Masse starten ebenfalls Fäulnisprozesse, die wiederum zu Sauerstoffverlust und Nährstoffüberfluss führen. Von Böschungen würden die Nährstoffe bei Regen in die Gewässer gespült. „Man sollte ein Gewässer als netten Nachbarn sehen und es deshalb auch nett behandeln“, so Faber. gus

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