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Zwist um Feuerwehrhaus-Anbau

Aus den Fugen Zwist um Feuerwehrhaus-Anbau

Die Diskussionen um den Anbau an das Pohler Feuerwehrhaus reißen nicht ab. Hinter den Kulissen hat sich ein Zwist entwickelt, in dessen Zuge sich drei Feuerwehrmitglieder bewogen sahen, Eidesstattliche Versicherungen abzugeben. Dabei ist zuletzt gar kein neuer Schaden entstanden.

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Erneut gibt es Streit um das Feuerwehrgerätehaus in Pohle.

Quelle: dpa

Pohle. Bei den jüngsten Verwerfungen geht es im Kern um die Frage, wer dem zuständigen Unternehmen vor Monaten den Auftrag erteilt hatte, eine Fuge zu verfüllen. Entscheidend ist dabei, dass dieser Arbeitsschritt, sollte er zu früh vorgenommen worden sein, späte Schäden am Fundament bewirken kann. Aus dem E-Mail-Verkehr dazu, der dieser Zeitung vorliegt, vermuten Feuerwehrleute aus Pohle, dass ihnen „etwas angehängt werden“ soll und dass damit vom schleppenden Ablauf und von mangelhafter Ausführung auf der Baustelle abgelenkt werden soll.

Feuerwehr beteuert, nicht eigenmächtig gehandelt zu haben

An Eides statt versichern dieselben Feuerwehrmitglieder, dass sie keinen Auftrag zum Fugenverguss erteilt haben. Dieser soll aus dem Rathaus gekommen sein. Im nicht öffentlich tagenden Samtgemeindeausschuss hingegen sei der Feuerwehr vorgeworfen worden, aus ihren Reihen sei der Auftrag gegeben worden. Dies stehe sogar so im Protokoll.

Nach Darstellung der Brandbekämpfer haben sie selbst allerdings zu keinem Zeitpunkt eigenmächtig gehandelt sondern stets entweder auf Bitte aus dem Rathaus oder im Beisein von Verwaltungsvertretern. Um dies zu Belegen, stützen sie sich auf eine E-Mail aus dem Rodenberger Baufachbereich.

Dabei handelt es sich um die Weiterleitung einer Ankündigung des Unternehmens Borcherding, die Fuge des Fundaments im Feuerwehrhaus am 28. Oktober zu verfüllen. Der Baufachbereich bittet die Pohler Akteure, den Arbeitern dazu die Halle aufzuschließen. Offenbar sind mittlerweile Vermutungen aufgekommen, wonach der Verguss zu früh erfolgte. In der Kritik steht nun Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla, dem vorgeworfen wird, er schiebe den schwarzen Peter der Feuerwehr statt seinen Mitarbeitern zu.

Aneinander vorbei argumentiert

Hudalla vermutet aber vielmehr, dass beide Seiten aneinander vorbei argumentieren. Denn es geht wohl auch um die Fuge im Fundament des Außenbereichs. Diese ist möglicherweise zu früh verfüllt worden – und wer dafür verantwortlich ist, konnte bislang nicht geklärt werden. Hudalla kann nach eigenen Angaben jedoch den Wirbel nicht nachvollziehen. Denn bislang sei kein Schaden aufgetreten und ob es dazu überhaupt komme, sei offen.

Der Verwaltungschef bewertet die gesamte Entwicklung als unglücklich. Die Feuerwehr Pohle stehe unter Druck, seit sie ohne Erlaubnis Bäume neben dem Außenbereich gefällt hat. Wegen dieses Vorgangs hatte es vor Monaten bereits gefunkt zwischen Baufachbereich und Feuerwehr. Außerdem sei ein gewisser Druck entstanden, weil sich die Arbeiten für den Anbau so sehr verzögert und verteuert haben (wir berichteten). Hudalla wünscht sich mehr Gelassenheit in der Debatte.

Diese war bislang zumindest mit Blick auf die Fugenproblematik gänzlich intern verlaufen. Die Unterlagen dazu waren dieser Zeitung aus Ratskreisen zugespielt worden.

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