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18 Wohnungen und eine Straße an der Aue

Investor stellt Entwurf vor + Kommentar 18 Wohnungen und eine Straße an der Aue

 Neue Wohnhäuser auf dem ehemaligen Callier-Gelände? Wie so etwas aussehen könnte, hat Inhaber Uwe Richter bei einer Sitzung des Ausschusses für Bauangelegenheiten, Stadtentwicklung und Umwelt anschaulich präsentiert.

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Für das heruntergekommene Ex-Callier-Gelände hat Uwe Richter ambitionierte Pläne.

Quelle: kle

Rodenberg (kle). Statt Folien oder Bilddateien hatte er ein kleines 3D-Modell mitgebracht, das einen ersten Eindruck von seinen Vorstellungen gab.

 Der Entwurf sieht drei freistehende Wohnhäuser vor, von denen zwei zur Langen Straße hinzeigen. Jedes der Häuser könnte sechs bis sieben Wohnungen fassen, Richter rechnete also mit wenigstens 18 Wohneinheiten. Je nach Gebäude werde es sich um Zwei- oder Drei-Zimmer-Wohnungen handeln. Um den Verkehr an der Langen Straße nicht zu beeinträchtigen, „führen wir den Verkehr nach hinten ab“, die nötigen Parkplätze sollen dann über den Kirchdamm erreichbar sein. Dazu müsste der Weg nach Osten hin entsprechend verbreitert werden. Richter schlug dabei vor, auch den Fußweg entlang der Aue ein wenig zu erweitern, um den Spaziergängern mehr Platz zu bieten.

 Bauamtsleiter Jörg Döpke betrachtete den Entwurf aus städtebaulicher Sicht als positiv. Klar sei, dass sich das Stadtbild an dieser Stelle verändern werde, sich aber trotzdem alles richtig einfügen sollte. Ziel ist es, Mittelwege zu finden. Einstöckige Häuser wären beispielsweise zu klein für ein solches Vorhaben, sie sollten aber auch nicht alles andere überragen. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Bauherren habe der Rat die Möglichkeit, Punkte wie Fassaden- und Dachgestaltung gemeinsam zu besprechen.

 Uwe Märtens (SPD) lobte das Vorhaben von Richter. Wenn hinterher alles so funktioniere, wie er sich das vorstelle, „können wir wirklich froh sein, dass sich dort etwas tut“. Seit Jahren steht an dieser Stelle immerhin nur noch eine Brandruine. Doch nicht alle sahen die Pläne so positiv. Vor allem Erhard Steege (CDU) monierte vehement, dass die Straßeneinfahrt dem Entwurf nach direkt hinter dem Zebrastreifen verlaufe. Zudem würde sich das Stauproblem an der Langen Straße durch eine solche Einfahrt noch verstärken, und die Sichtverhältnisse vom Kirchdamm aus wären für Autos schlecht. Ein entsprechender Einwurf einer Bürgerin folgte. Marlies Berndt-Büschen (FDP) fand außerdem, dass der Spazierweg entlang der Aue, der für die Stadt eine Art Aushängeschild bedeute, durch die Verbreiterung des Gehsteigs und der Straße an Attraktivität verlieren könnte.

 Ausschussvorsitzender Carlo De Rooij versuchte, zu beschwichtigen. Dies sei immerhin nur ein erster Entwurf, „da ist ja noch nichts festgeschrieben“. Es bestehe kein Anlass, hier und jetzt eine bestimmte Variante auszuarbeiten und zu allem anderen zu sagen: „Das geht so nicht.“ Die Emotionen gingen für sein Befinden gerade sehr hoch. Auch Döpke lenkte in Sachen Straßenverhältnisse ein: „Wir erschließen hier immerhin eine Grundstückszufahrt, keine Hauptverkehrsstraße.“ Entsprechende Verkehrsverhältnisse gebe es auch an anderen Stellen in der Stadt, ohne dass dort Probleme entstünden. Gleichwohl könne man über die Platzierung des Zebrastreifens in jedem Fall noch reden.

Kommentar

Nicht in diesem Ton

Von Kathrin Klette

Das Callier-Gelände liegt im Herzen Rodenbergs und ist damit prägend für das Stadtbild. Da ist es nur gut und recht, dass auch die örtlichen Politiker in das neue Projekt eingebunden werden. Anregungen, Ratschläge und auch Kritik sollten durchaus willkommen sein. Aber die Art und Weise, in der Uwe Richters Vorentwurf bei der Bauausschusssitzung zum Teil angegangen wurde, war absolut unangebracht. Da gibt es ein brachliegendes und unansehnliches Gelände mitten in Rodenberg. Direkt an der Aue. Und endlich findet sich jemand, der sich dieses Schandflecks annehmen und daraus etwas gestalten will. Da sollten ein wenig Offenheit und der Wille, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, anstatt nur nach Problemen zu suchen, nicht zu viel verlangt sein.

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