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Rodenberg Absage an Band, Vize tritt zurück
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Absage an Band, Vize tritt zurück
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00:25 29.09.2014
Quelle: pr.
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Von Oliver Nowak

Rodenberg. Die Diskrepanzen mit den anderen Vorstandsmitgliedern hätten sich entwickelt, und „irgendwann ist man so weit, dass man sagt, man zieht seinen Kopf da raus“. Drei Monate lang, sagt Thienel, habe sich die Situation mit den Vorstandsmitgliedern hochgeschaukelt – seit dem Zeitpunkt, als der Vorsitzende Günter Ebertz sein Amt hat ruhen lassen. Dies habe Ebertz auch nur deshalb getan, weil er selbst die tatkräftige Unterstützung der Vorstandsmitglieder vermisst habe. „Ebenso wie ich“, so Thienel.

Letztlich hätten jedoch die Diskussionen um den „Altweibersommer“, der am Sonntag in Rodenberg gefeiert wird, zu seinem Rücktritt geführt, sagt Thienel. „Dieses Jahr gibt es schließlich auch keine Samstagabendveranstaltung mit Partyband“, beschwert er sich. Die Abstimmung gegen das sonst so etablierte Musikevent sei mit drei zu einer Stimme – seine eigene – abgelehnt worden. Er vermutet, seinen ehemaligen Vorstandskollegen mangelt es an Arbeitsbereitschaft.

„Wenn es nur darum geht, einen Bierwagen mehr zu bedienen, ist das schon traurig.“ Geradezu peinlich hingegen sei es, der Partyband, die eingeplant war, kurzfristig absagen zu müssen. „Zum Glück hatten wir noch keinen Vertrag unterschrieben.“

Seit Thienels Rücktritt sei der Vorsitzende Ebertz wieder im Amt, „sonst wäre der Verein ja nicht mehr handlungsfähig“. Doch zum „Altweibersommer“ sei Ebertz in den Urlaub gefahren – das sei vielsagend, meint Thienel. Einen Lichtblick für den Gewerbeverein sieht der Bestatter im kommenden Jahr: „Im Frühjahr steht der komplette Vorstand bis auf den Kassenwart wieder zur Wahl.“ Thienel selbst will nach sechs Jahren in der Vereinsführung nun nur noch einfaches Mitglied sein.

Der Vorsitzende Ebertz bestreitet die Aussagen seines ehemaligen Stellvertreters. In den Urlaub sei er gefahren, um „nach vielen Jahren“ seinen und den Geburtstag seiner Frau einmal ohne den Trubel des „Altweibersommers“ feiern zu können. Er habe sein Amt auch nicht drei Monate ruhen lassen, um etwas durchatmen zu können, sondern nur sechs Wochen. Dass am Sonnabend keine Partyband spiele, habe nur damit zu tun, dass in den Städten und Gemeinden um Rodenberg mehrere Veranstaltungen sind – zum Beispiel das Oktoberfest in Lauenau.

Auch könne er bei den anderen Vorstandsmitgliedern keinerlei Arbeitsmüdigkeit erkennen. Was die Aktivkreis-Leiterin Gabriele Schlüter an Organisatorischem leiste, sei beispielartig. Und wenn es um die Besetzung eines Bierstandes ginge, würden sich Mitglieder und Vorstandskollegen geradezu darum reißen.

Thienel habe vielleicht versucht, einige Veränderungen nach vorne zu treiben, denen der Vorstand nicht folgte, daher der Rücktritt. Aber: „Der Vorstand hält hundertprozentig zusammen“, sagt Ebertz. Und im Frühjahr will er wieder als Vorsitzender kandidieren.

Die Arbeiten am Kleinen Brunnen, einem der Rodenberger Wahrzeichen, haben auch etwas von Puzzeln. Die alte Sandsteinmauer des denkmalgeschützten Rondells musste in mühsamer Kleinarbeit abgetragen werden, damit sie später wieder in der ursprünglichen Form zusammengesetzt werden kann.

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