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Ärger um das stille Örtchen

Umbau für Lyhrener Feuerwehr zieht sich Ärger um das stille Örtchen

Fünf Jahre nach ersten Wünschen dieser Art wartet die Lyhrener Feuerwehr immer noch auf den Toilettenumbau ihres Gerätehauses. Die anfangs nur als kleine Maßnahme erachtete Schaffung zweier getrennter Örtchen für Damen und Herren erweist sich als zunehmendes Ärgernis.

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Quelle: SN

Lyhren. „Jahr für Jahr werden wir hingehalten“, schimpfte Ortsbrandmeister Michael Pfingsten und zitierte aus seinen Rechenschaftsberichten seit 2010: „Dabei wollten wir doch nur neue Toiletten für Mann und Frau.“ Aber erst erwies sich die Grenzbebauung zum Nachbarn als Problem mit der Folge, dass die vorgesehenen Räume kein Fenster bekommen werden. Dann war die Hoffnung dahin, im Rahmen der Dorferneuerung bezuschusst zu werden.

 Nun stellten sich beim endlich eingereichten Bauantrag zwei wesentliche Brandschutzmängel heraus, die den Umbau verteuern: In der Garage muss eine Fluchttür eingebaut werden. Außerdem ist eine Außentreppe für den im Obergeschoss befindlichen Schulungsraum erforderlich. Bislang wird dieser in den Landkreis-Akten offenbar nur als „Schlauchlager“ geführt. „Da dürften wir hier gar nicht sitzen“, entfuhr es Pfingsten im Verlauf der Jahresversammlung.

 Der Ortsbrandmeister adressierte Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla direkt: „Hier ist die Luft raus“, klagte er unter anhaltendem Beifall über zunehmende Demotivierung seiner Kameraden. Hudalla möge dafür sorgen, dass „nun endlich etwas geschieht“. „Dafür haben wir Lyhrener Sie auch gewählt“, warf einer der Zuhörer ein.

 Hudalla erklärte, in der Angelegenheit „auf gutem Wege“ zu sein, nachdem er in den Akten nur „Wirrnis“ gefunden habe. Aber man müsse sich „über den neuen Berliner Flughafen nicht wundern, wenn schon das Lyhrener Feuerwehrhaus so viele Probleme bereitet“.

 Nach einem Zwischenruf aus der Versammlung („Das war nicht sehr aussagekräftig!“) verwies Hudalla auf einen Ortstermin: Wenn die Auflagen erfüllt seien, gebe es „aus brandschutzrechtlicher Sicht keine Bedenken“. Er wisse allerdings nicht, ob noch andere Hürden zu erwarten seien: Feste Termine könne er deshalb nicht versprechen.

 Das zuvor von Pfingsten beklagte „Fugenproblem an der Außenfassade“ aber will Hudalla auf jeden Fall lösen lassen: „Wenn das bis zum nächsten Jahr nicht geklärt ist, könnt ihr mir gern eins überziehen.“ nah

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