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Rodenberg Aldi: Neubau statt Erweiterung?
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Aldi: Neubau statt Erweiterung?
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00:16 30.09.2013
Wird die Aldi-Erweiterung am Amtsplatz wie geplant umgesetzt? Es gibt auch einen Plan B. Quelle: gus
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Rodenberg

Eine Entscheidung soll unbedingt noch in diesem Jahr fallen, betont Plewnia, denn Aldi mache natürlich Druck.

 Plan A sieht die Expansion des Aldi-Marktes zu zwei Seiten um insgesamt 210 Quadratmeter mehr Verkaufsfläche vor. „Ernsting`s Family“ möchte ebenfalls seine Verkaufsfläche auf 230 Quadratmeter erweitern und könnte in die derzeit leer stehenden Bäcker-Räume am Amtsplatz ziehen. Bevor aber irgendwelche Bauarbeiten beginnen, werde Plan B geprüft. Ausschlaggebend für diese alternative Überlegung sei das Interesse einer Drogeriekette am Standort Rodenberg gewesen.

 Zum Hintergrund: Rossmann hatte gegenüber unserer Zeitung mehrfach ein solches Interesse bestätigt. Es müsse bloß ein geeigneter Standort gefunden werden, hieß es. Man sei in Gesprächen mit der Verwaltung. Diese hatte ebenfalls wiederholt geäußert, die Ansiedlung einer Drogerie in Rodenberg nach dem Weggang von Schlecker im April 2012 zu begrüßen. Seitdem fehlt in der Stadt eine Drogerie.

 Auf erneute Nachfrage teilte die Pressestelle von Rossmann jetzt mit, keine Auskünfte erteilen zu können, solange noch keine Verträge unterschrieben sind. Ein Sprecher gab den Hinweis, in vier Wochen erneut anzufragen, dann könne man hoffentlich konkrete Informationen liefern.

 Rossmann hat bisher auch noch keine Zusage gegeben, ob eine Filiale im Netto-Markt unterkommt, der im Oktober eröffnen soll (wir berichteten).

 Die gewünschte Ansiedlung einer Drogerie habe Aldi an Plewnia weitergetragen. Folglich suche man nun nach einem geeigneten Grundstück für einen Aldi-Neubau in der Nachbarschaft, sagte er. In dieser Angelegenheit werde man Gespräche mit den Grundstückseigentümern führen. Sollte ein Platz für einen Neubau gefunden werden, könnte in das bestehende Gebäude eine Drogerie sowie ein weiterer Discounter einziehen, schildert Plewnia die Optionen.

 „Wir sind in der Findungsphase“, die wirtschaftliche Basis für alle Beteiligten müsse zunächst geklärt werden. Dass sich das Ganze so lange hinzieht – Anfang des Jahres wurde der Plan für die Erweiterung vorgestellt, anschließend das Bauleitverfahren eingeleitet – „darüber bin ich natürlich auch nicht glücklich“, sagt Plewnia. Aber man müsse sorgfältig und zukunftsorientiert vorgehen, schließlich seien zentrale Einkaufsmöglichkeiten besonders mit Blick auf die immer älter werdende Gesellschaft besonders wichtig.

 Gemeindedirektor Uwe Heilmann sieht die Situation gelassen. Es gehe „Schritt für Schritt“ weiter. Vermutlich reiße man demnächst ein Haus hinter dem Ratskeller am Amtsplatz ab. Zunächst wollte man nur den Anbau abreißen, um der geplanten Erweiterung Platz zu machen. Der Aufwand und die Kosten dafür seien so hoch gewesen, dass man sich entschieden habe, das Haus abzureißen. Dieses Vorhaben müsse noch mit Blick auf den denkmalgeschützen Rathauskomplex, an den das Haus grenzt, geprüft werden.gus

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