Geschick und Köpfchen: Rodenbergs „Herbstkönigin“ bringt beides mit. Den erstmals ausgeschriebenen Wettbewerb zum Abschluss des diesjährigen „Altweibersommers“ hat Marion Battermann verdient gewonnen. Schon bei der ersten Aufgabe, beim Schälen eines Apfels einen möglichst langen Streifen zu produzieren, war sie die Beste der sechs Kandidatinnen. Und auch beim Gedächtnisspiel „Ich packe meinen Koffer“, bei dem der Gewerbeverein als Ausrichter die Kandidatinnen mit einem imaginären Einkaufswagen durch die Geschäfte schickte, war die Rodenbergerin hellwach. Am Ende durfte sie sich aber beim Publikum bedanken, das ihr den größten Beifall spendete und sie so vor Kathleen Schmidt aus Rodenberg und Andrea Richters aus Lyhren zum Sieg klatschte. Battermanns Lohn war ein Erntekranz als Krone, eine Magnum-Flasche Sekt und eine Reisegutschein im Wert von 150 Euro. Auch die anderen Bewerberinnen gingen nicht leer aus.
Die Zuschauer hatten bei der Wahl tapfer bis zum Abend ausgeharrt und sogar darauf verzichtet, im Fernsehen ganz aktuell den Ausgang der Bundestagswahl zu verfolgen. Während überall in Deutschland die Hochrechnungen auf den Bildschirmen liefen, schritten in Rodenberg die Modells über den Laufsteg. Vor den vollbesetzten Bänken führten die zwölf Erwachsenen und neun Kinder die Trends für Herbst und Winter vor. Die Händlerinnen Carola Grohs von „by caro“ und Michaela Erdmann von „me & mum“ hatten Freunde und Angehörige eingekleidet und zur Moderation von Anja Hassoun auf die Bühne geschickt. Die Händlerinnen waren begeistert von der Resonanz bei ihren Shows. „Das Wetter war toll“, bilanzierte Erdmann. Auch Gewerbevereinsvorsitzender Günter Ebertz, der selbst als Modell auftrat, freute sich über den späten Sommertag. „Wir hatten im Vergleich zu den Vorjahren ein Vielfaches an Besuchern“, erklärt er. Zum Erfolg habe auch die Bundestagswahl beigetragen. Ebertz: „Die Leute kamen so aus den Gärten und von ihren Terrassen in die Stadt.“ Die Resonanz in den Geschäften bezeichnet er als „gut“.
Zufriedene Gesichter auch bei den Ausstellern. Dorothea und Jürgen Siegmann von der KfZ-Selbstschrauberhalle loben den guten Besuch und die gute Stimmung. Für die Inhaberin war es die richtige Gelegenheit, sich zu präsentieren: „Wir sind draußen im Gewerbegebiet, uns kennen noch zu wenige“.
Über Interesse am Kursangebot im „Backhaus Aktiv“ berichtet Betreiberin Marlies Weigelt. Auch die Kürbis-Apfelsuppe an ihrem Stand lief super, nur von den selbstgemachten Säften verkaufte sie gerade mal eine halbe Kiste. Weigelt: „Das ist zu wenig. Da hatte ich mir mehr von versprochen.“ Die Sätze hätten an dem Tag auch von einem enttäuschten Politiker kommen können. rwe
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