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Angst vor „Backhaus-Konkurrenz“ beschäftigt SPD Rodenberg

Austritt wegen des Bürgertreffs Angst vor „Backhaus-Konkurrenz“ beschäftigt SPD Rodenberg

Bürgertreff, Aldi, Wahlkampf, die „Scheidung“ von CDU und WGR: Die SPD Rodenberg bewegen derzeit viele Themen, wie bei der Jahresversammlung deutlich geworden ist.

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Anja Niedenzu ehrt Egon Wilke für 50 Jahre SPD-Mitgliedschaft.

Quelle: kle

Rodenberg (kle). Für Stirnrunzeln und lange Gesichter sorgten bei vielen die jüngsten Entwicklungen in Sachen Bürgertreff an der Langen Straße 2. Die Einrichtung eines solchen war von der SPD immer explizit gewünscht. Das stieß bei der Leiterin des Backhauses Aktiv, Marlies Weigelt, auf keine große Gegenliebe. Sie sieht in den Plänen zum Bürgertreff eine klare Konkurrenz zum Backhaus, berichtete Anja Niedenzu, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, in ihrem Jahresbericht. Weigelt, vormals Mitglied in der SPD, sei deshalb aus dem Verein ausgetreten.

 „Das hat mich schon geschockt“, erklärte Uwe Märtens, Fraktionssprecher im Rat. Er verstehe diese Entscheidung auch nicht. Die SPD habe immer betont, dass der Bürgertreff keine Konkurrenz zum Backhaus sein sollte, sondern eine Ergänzung – mit betont unterschiedlichem Programm. Zudem böten auch andere Einrichtungen wie der Ratskeller Räume für Veranstaltungen an.

 „Es ging immer nur darum, dass wir etwas im Zentrum brauchen“, betonte Märtens. Gerade für ältere Menschen. Manchen Mitgliedern waren in diesem Zusammenhang Gerüchte zu Ohren gekommen, nach denen Seniorengruppen vom Backhaus für den neuen Treff an der Langen Straße abgeworben werden sollten. Märtens und Niedenzu war davon nichts bekannt. Von wem die Gerüchte stammten, ließ sich ebenfalls nicht klären.

 Einen anderen zentralen Punkt der Versammlung bildeten die Veränderung im Rat sowie die Kommunalwahl im Jahr 2016. Die Auflösung der Ratsgruppe CDU/WGR, nach der die SPD nun die Mehrheit im Rat besitzt, biete eine „einmalige Chance“, sagte Niedenzu. Märtens ergänzte: „Da müssen wir Hand anlegen, zugreifen und zeigen, was wir können.“ Im Blick sollte man dabei die Kommunalwahl 2016 behalten.

 Den Schwerpunkt beim Wahlkampf will die SPD auf eigene Themen legen, auch positive Leitungen aus der Vergangenheit – wie die Sanierung der Turnhalle am Jagdgarten – hervorheben, dabei Konflikte aber nicht scheuen. „Wir brauchen keinen Kuschelkurs mit der CDU“, betonte Niedenzu im Hinblick auf den Wahlkampf und die Ratsarbeit.

 Trotzdem, warnte Märtens, solle sich die SPD nicht darauf verlassen, nach der Wahl ohne Weiteres wieder mit der Mehrheit dazustehen. „Wir sollten also ruhig schon im Vorfeld Gespräche führen und nicht erst bis zum Ende der Wahl warten.“

 Eine Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD erhielt der frühere Rodenberger Verwaltungschef, Egon Wilke. Für 25 Jahre in der SPD wurden Sieglinde Zentel und Arno Fatzler geehrt. Zu Delegierten für den Unterbezirksparteitag wurden Birgit Kramp, Annette Amsel und Uwe Märtens gewählt.

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