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Treppenturm untersucht Auf festem Grund

Der Treppenturm Rodenberg steht auf festem Grund. Das hat die jüngste Untersuchung von Kreisarchäologe Jens Berthold ergeben. Woher die Risse im Gemäuer kommen, wegen derer der Turm seit einiger Zeit sicherheitshalber abgesperrt ist, ist aber noch nicht gänzlich geklärt.

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Der Grund unter dem alten Treppenturm trägt. Jetzt muss die eigentliche Ursache für die Risse im Mauerwerk ermittelt werden.

Quelle: kle

Rodenberg. Nach ersten Untersuchungen war der Verdacht entstanden, die Grundierung könnte vielleicht nicht ausreichend sein, wodurch sich der Turm langsam absenken und Risse bekommen würde. Die neuesten Untersuchungen des Kreisarchäologen konnten diese Annahme jedoch widerlegen. Eine neue Gründung, um den Turm zu „retten“, wird demnach nicht vonnöten sein.

 Bei Grabungen vor dem alten Schloss vor wenigen Tagen hatte der Archäologe vor dem Treppenturm einen Streifen von zirka 80 Zentimeter Tiefe freigelegt, berichtet Marlies Berndt-Büschen von der Museumslandschaft Amt Rodenberg. „Dabei stieß er auf Fundamente, die zu dem vormals angrenzenden Gebäude gehörten.“ Gemeint ist der Palas, von dem oberirdisch inzwischen nichts mehr zu sehen ist. Unter der Erde befinden sich davon jedoch noch einige Mauerreste. „Die sind wohl so stabil, dass sie dem Turm eine ausreichende Grundierung bieten“, erklärt Berndt-Büschen.

 Ungeklärt bleibt damit die Frage, wie die Risse in der Mauer entstanden sind und wie das Problem zu beheben ist. Die Theorie des Kreisarchitekten lautet, dass Regenwasser, das durch das Mauerwerk dringt, ein wesentlicher Faktor für die Entstehung der Risse ist. In diesem Fall bestünde eine Möglichkeit darin, den Turm mit einer Abdeckung zu versehen und damit vor der Feuchtigkeit zu schützen. Allerdings wäre das keine Abdeckung in Form einer Plane oder ähnlichem, betonte Berndt-Büschen. Dafür würden sich andere Lösungen finden, die später im Grunde kaum sichtbar wären, beispielsweise weitere Steinplatten.

 Ob es noch weitere Ursachen für die Risse gibt, soll anhand weiterer Untersuchungen festgestellt werden. Die Stadt hofft anschließend auf eine rasche Lösung, damit der Turm sich zur 400-Jahr-Feier nicht mehr hinter einem Absperrgitter verstecken muss. In jedem Fall, erklärt Berndt-Büschen, muss die offene Turmseite so gesichert werden, dass keine Jugendlichen mehr daran hinaufklettern. kle

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