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Ausstellung für den „größten Sohn“ der Stadt

Rodenberg Ausstellung für den „größten Sohn“ der Stadt

Zum 100. Todesjahr von Julius Rodenberg zeigt die Museumslandschaft Amt Rodenberg eine besondere Ausstellung in der Sparkasse in Rodenberg.

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Quelle: SN

Rodenberg. In Gedenken an den „größten Sohn unserer Stadt“, wie es die Museumslandschaft formuliert, wird am Donnerstag, 11. September, die Ausstellung für geladene Gäste eröffnet. Ab dem 12. September ist sie für etwa einen Monat in der Sparkasse an der Langen Straße 50 zu besichtigen.

 „Julius Rodenberg war einst eine Berühmtheit und ist heute völlig vergessen“, bedauert die Museumslandschaft. Im 1871 gegründeten deutschen Kaiserreich sei er eine zentrale Figur im Literatur- und Kulturbetrieb gewesen.

 Seine herausragende Stellung beruhte auf seiner Tätigkeit als Gründer und Herausgeber der „Deutschen Rundschau“, der zentralen Kulturzeitschrift des Kaiserreichs. Dazu kam Rodenbergs umfangreiche literarische Tätigkeit als Autor von Romanen, Gedichten, Dramen, Epen, Berichten und Ähnlichem.

 Geboren wurde Rodenberg am 26. Juni 1831 als Sohn des jüdischen Kaufmanns Simon Gumpert Levy in Rodenberg. Da Juden am Rande der Gesellschaft lebten, entschloss er sich, „den seiner Karriere hinderlichen Nachnamen abzulegen und sich nach seinem Geburtsort zu nennen“.

 Anlässlich der 100. Wiederkehr seines Todestages am 11. Juli 1914 möchte die Museumslandschaft den Blick auf Rodenbergs Tätigkeit als Herausgeber lenken. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die nahezu komplette Sammlung der unter Rodenberg herausgegebenen Exemplare der „Deutschen Rundschau“ (155 von 160 Vierteljahresbänden), die der Verein vor Kurzem erwarb und nun erstmalig der Öffentlichkeit zugänglich macht.

 Die „Deutsche Rundschau“ war eine literarische und wissenschaftliche Zeitschrift, die 1874 von Rodenberg gegründet worden war. Darin veröffentlichten unter anderem Theodor Fontane seine „Effi Briest“ und Theodor Storm seinen „Schimmelreiter“, auch Gottfried Keller und Conrad Ferdinand Meyer präsentierten dort ihre Werke. In der Ausstellung wird eine Auswahl von 60 Beiträgen von Rodenberg hervorgehoben.kle

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