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Austritt mit Verzögerung

Partei-"Klüngel" Austritt mit Verzögerung

Der CDU-Austritt Christel Oberheides ist eine Spätfolge des parteiinternen Streits um die Kreistagskandidatur André Hoffmanns. Dies erklärte die Ratsfrau am Mittwoch. Insgesamt hat sie der „Klüngel“, wie sie es ausdrückt, innerhalb der Partei vergrault.

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Quelle: Symbolfoto (dpa)

Rodenberg. Oberheide gibt dem Kreisverband eine Mitschuld am wenig berauschenden Abschneiden der CDU bei der Kommunalwahl in Rodenberg. Der Ortsverein habe keine Unterstützung bekommen. Stattdessen hielt der Kreisvorsitzende, Klaus-Dieter Drewes, stets an der Nominierung Hoffmanns fest, obwohl der Ortsverein gegen den Algesdorfer war.

Offenbar hat es das Fass zum Überlaufen gebracht, dass Oberheides Ehemann, Dirk Tetzlaff, von der Polizei vorgeladen wurde, weil dieser verdächtigt wurde, einen anonymen Brief verfasst zu haben, in dem Hoffmann Protokollfälschung vorgeworfen wurde. Dieser Brief hatte die Affäre seinerzeit öffentlich gemacht, allerdings nicht Hoffmanns Kreistagskandidatur verhindert. „Die Ermittlung wurde durch den Algesdorfer Kreistagskandidaten initiiert“, schreibt Oberheide in ihrer Stellungnahme.

Austritt nach der Wahl beschlossen

Erst nach der Wahl habe sie dann ihren Austritt aus der CDU beschlossen. Dabei spielten auch weitere interne Vorfälle eine Rolle. Nach ihrer Darstellung hatten alle Beteiligten in der Causa Hoffmann einen „Maulkorb“ bezüglich des Schiedsspruchs des CDU-Kreisparteigerichts bekommen. Das Gremium habe auch eine Rüge gegen Drewes ausgesprochen, behauptet Oberheide.

Sie habe nun mit dem Kapitel Parteiarbeit abgeschlossen. Im Samtgemeinderat sitze sie fortan als Parteilose. „Ich werde mich nicht beugen vor Ideologie und bunten, wirren Machenschaften“, schreibt Oberheide. „Rheinischer Klüngel“ sei in der Schaumburger CDU eingezogen.

Steege wollte den Vorgang gestern nicht kommentieren. Er warte die heutige Vorstandssitzung ab, gegebenenfalls äußere er sich am Donnerstag.

Der Kreisvorsitzende Drewes bezeichnete den Austritt Oberheides als schade, doch er verwies auch darauf, dass die Rodenbergerin nur sechs Jahre in der Partei war. „Das hat offenbar nicht gepasst“, so Drewes. Und: „Reisende soll man nicht aufhalten.“

Drei prominente Austritte

Die anhaltenden Querelen in Rodenberg – der Amtsverband verzeichnete mit Oberheide, Udo Meyer und Kathrin Weigt binnen weniger Monate drei prominente Austritte – lassen Drewes aber nicht die Geduld verlieren. Auch das Theater um Hoffmann nicht. Er, Drewes, stehe mit vielen Mitgliedern des Amtsverbands Rodenberg im Dialog. „Die handelnden Personen sind bereit, nach vorn zu schauen“, ist sich der Kreis-Chef sicher. gus

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