Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Bangen um die Lange Straße

Pläne für Rodenberger Innenstadt Bangen um die Lange Straße

Die Pläne zur Neugestaltung der Rodenberger Innenstadt rufen immer mehr Bedenkenträger aufs Parkett. Sowohl CDU und SPD als auch der Gewerbeverein äußern Kritik. Hauptgrund: Die Angst, die Lange Straße könnte leiden.

Voriger Artikel
Der Edelbergsche Traum
Nächster Artikel
Einbrecherkommen über die Terrasse

Rodenberg. Unisono fordern CDU und SPD einen unabhängigen Planer, der mit frischem Blick auf die Stadt schaut und dann vorschlägt, was seiner Einschätzung nach die sinnvollsten Schritte wären, um die Attraktivität Rodenbergs zu steigern. Die Pläne der Volksbank, eine neue Geschäftszeile hinter ihrem Gebäude und dahinter wiederum einen Parkplatz zu errichten, halten SPD und CDU für unausgegoren.

„Diese Geschäfte würden im Schatten des Volksbank-Gebäudes wohl kaum angenommen werden“, schreibt CDU-Sprecher Erhard Steege in einer Stellungnahme über die neu anzusiedelnden Läden. Hans-Dieter Brand von der SPD fügt hinzu, dass die neuen Gebäude allesamt im Hochwassergebiet stünden. Er habe noch die Worte von Baufachbereichsleiter Jörg Döpke im Ohr, wonach an der Stelle nicht einmal eine Garage gebaut werden dürfe.

Abgesehen von solchen offenen Fragen mutmaßen SPD und CDU, dass die Ansiedlung weiteren Gewerbes zulasten der Langen Straße ginge – und finden einen Fürsprecher in Günter Ebertz, Vorsitzender des Gewerbevereins Rodenberg. Er sieht die große Gefahr, dass die Lange Straße abgehängt wird, weil sie in den Plänen keine Beachtung findet. Das Argument der Verwaltung, die Lange Straße bekäme etwas von der Zentrumsbelebung ab, hält Ebertz für fragwürdig. Er sieht bereits die Apotheke neben der Sparkasse und den Schlachter abwandern. Daher wolle sich der Gewerbeverein beizeiten mit den Parteien des Stadtrates zusammensetzen und eine gemeinsame Linie abstimmen.

Für Brand und Ebertz stellt sich auch die Frage, warum nur die Volksbank mit der Stadt über solche Umbaupläne verhandelt. Die Sparkasse könnte schließlich Leidtragender sein, würde die Lange Straße ausbluten. Doch deren Pressesprecher, Jörg Nitsche, winkt ab. Die Sparkasse stehe fest zum jetzigen Standort und sehe keinen Handlungsbedarf. Die Filiale sei modern und genüge den Ansprüchen in vollem Umfang.

Dennoch treibt Ebertz die Sorge um die eigentliche Einkaufsmeile der Stadt um. Zusätzlich zum Bäcker und zur Buchhandlung, die die Lange Straße in diesem Jahr verließen, haben jüngst zwei weitere Betriebe geschlossen. Immerhin zieht in Kürze eine Floristin in das Fachwerkhaus Nummer 51. Und auch ein neuer Bäcker hat nach Informationen dieser Zeitung ein Auge auf das leere Ladenlokal neben der Sparkasse geworfen. Die Verhandlungen laufen noch – daher gibt es derzeit keine detaillierten Informationen.

Es stellen sich aber noch weitere Fragen zu den Zentrumsplänen. So bemängelte eine Rodenbergerin auf Facebook, dass von der Kita, die einst hinter das Rathaus sollte, mittlerweile keine Rede mehr ist.

gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr