Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Blaudruck im ASB-Wohnpark Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Da haben die Damen des Landfrauenvereins Ohndorf-Waltringhausen am liebsten gar nicht mehr aufhören wollen, so viel Spaß hat ihnen der Nachmittag in Rodenberg gemacht.

Voriger Artikel
Die Schützen sind wieder los
Nächster Artikel
Den Alltag erleichtern

Sonja Wehrhahn (Mitte) und Margret Woltmann (links) betrachten die Blaudruckarbeit von Bettina Gresel.

Quelle: vr

RODENBERG/OHNDORF . Sonja Wehrhahn zeigte den neun Frauen im Foyer des ASB-Wohnparks das alte Kunsthandwerk des Blaudrucks und begeisterte damit alle.

„Als uns der Nachmittag vorgeschlagen wurde, dachte ich mir: Na, mal sehen, was da kommt“, sagt Landfrau Bettina Gresel. „Jetzt bin ich wirklich total begeistert und könnte das den ganzen Tag machen.“ Margret Woltmann stimmt Gresel begeistert zu. Vor Woltmann liegt eine schmale Decke aus Leinen. Auf den Stoff hat sie mit grüner Farbe bereits erste Motive gestempelt. „An manchen Stellen muss es jetzt noch ausgebessert werden“, sagt Wehrhahn und nimmt sich dafür einen Zahnstocher. Diesen tunkt die Gastgeberin in den Pott mit der grünen Farbe und beginnt dann, mit vorsichtigen Streichbewegungen die gedruckten Muster auf der Decke nachzuzeichnen. „So sollte es gehen“, meint Wehrhahn nach ihrer Arbeit und präsentiert das Ergebnis. Woltmann: „Ja, das sieht gut aus.“

„Einen Nachmittag mit Blaudruck haben wir jetzt zum ersten Mal veranstaltet“, erklärt Kerstin Balke. Die Pressesprecherin der Landfrauen ist sich sicher – es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein. Immer mit dabei und eine starke Hilfe für Wehrhahn sind Helga Reese und Marie Wille. „Auf die beiden kann ich mich immer verlassen“, freut sich die Wohnparkbewohnerin.

Essbare Farbe und Nähen als Steckenpferd

Vor mehr als zwölf Jahren entdeckte Wehrhahn den Blaudruck für sich. „Ich habe das Handwerk auf einem Bauernmarkt gesehen – und es hat mich gleich gefesselt“, erinnert sich Wehrhahn. Kurz danach kaufte sie sich ihren ersten Stempel. „Inzwischen ist meine Sammlung auf 148 Stempel angewachsen.“ Einige ihrer Stempel sind bereits mehr als 100 Jahre alt – und jeder einzelne ist in Handarbeit gefertigt worden.

Die Farben bestellt Wehrhahn bei einer Firma, die sich auf den Blaudruck spezialisiert hat. „Das sind alles Lebensmittelfarben“, erklärt sie. „Zum Beispiel ist der Grundstoff der weißen Farbe Joghurt. Wenn man wollte, könnte man sie sogar essen.“

Doch Wehrhahns wahre Leidenschaft liegt in einem anderen Bereich: „Mein Steckenpferd ist das Nähen.“ So näht die gelernte Krankenschwester die Leinendecken, auf denen der Blaudruck gemacht wird, ebenfalls selbst. „Ich nutze gerne den Hohlsaumstich“, erklärt Wehrhahn anhand eines Tischsets, das sie mit schönen Blumenmotiven bedruckt hat. Eine besonders aufwendige Arbeit ist eine Leinenschürze mit einem Bauernhof darauf. „Daran habe ich drei Tage gesessen.“ Ihre Arbeiten verkauft Wehrhahn auf Märkten und Ausstellungen. vr

Galerie auf SN-Online: http://www.sn-online.de/Fotos/Blaudruck-in-Rodenberg#p1

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr