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Rodenberg Blick unter die Oberfläche
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Blick unter die Oberfläche
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00:16 01.06.2016
Bernd Zimmermann ist gespannt, was bei den Forschungsarbeiten herauskommt. Er hofft, dass unter anderem der alte Brunnen lokalisiert wird. Quelle: gus
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Rodenberg

Bernd Zimmermann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Rodenberg, hat gegenüber dieser Zeitung berichtet, wie es zu dem Projekt kam. Kreisarchäologe Jens Berthold hatte vor der Sanierung des Treppenturms den Untergrund an dem Bauwerk untersucht. Bei seinen Sondierungen stieß er auf alte Fundamentreste, die er anhand von Aufzeichnungen nicht zuordnen konnte.

Berthold vermutete daher, dass die Funde zu einem bislang unbekannten Gebäude des einstigen Schloss-Komplexes gehören. Da die Untersuchung im zeitlichen Kontext mit den geophysischen Forschungen an der Heisterburg stand, kamen die Experten auf die Idee, auch am Schloss Rodenberg mit Georadar und Geomagnetik vorzugehen.

Standort lokalisieren

Dafür wird im Oktober die gesamte Museumsinsel abgesperrt. Alle metallischen Dinge wie Kanone und Fahnenmasten werden entfernt, um die Messungen nicht zu beeinträchtigen. Im Untergrund hoffen die Forscher, Gebäudereste und andere Gegenstände aufspüren zu können. Ein Ziel ist für Zimmermann, den Standort des einstigen Brunnens zu lokalisieren.

Eine so gründliche Untersuchung des Geländes hat es bislang nicht gegeben. Am Burgwall war vor Jahren lediglich per Georadar nach den Resten von Wehrtürmen gefahndet worden. Die jetzigen Arbeiten dürften exaktere Ergebnisse liefern. Die Finanzierung des gut 5000 Euro teuren Projektes steht: Förderverein, Stadt, Landkreis und Schaumburger Landschaft schmeißen zusammen.

Auch im Museum wird sich etwas tun: Die Julius-Rodenberg-Sammlung soll auf die Empore wandern, die Bände der Deutschen Rundschau bekommen zudem ein hochwertigeres Regal.
An der Mühle sollen zudem hochwertigere Tafeln aufgestellt werden, deren Texte von einem Profi formuliert wurden. gus

Umbenennung muss wiederholt werden

Eigentlich sollte die Funktion des Heimatbundes, der IG Windmühle und des Fördervereins Schloss Rodenberg zur Museumslandschaft Amt Rodenberg längst vollzogen sein. Vermeldet worden war der Schritt 2011. Doch nachträglich hat sich herausgestellt, dass sich einige formale Fehler in den Prozess eingeschlichen hatten. Das Hauptproblem war, dass der Notar, der die Papiere unterzeichnet hatte, den Versammlungen, bei denen die Fusion vorbereitet worden war, nicht selbst beigewohnt hatte. Also mussten die Verantwortlichen das gesamte Prozedere noch einmal durchgehen. Im Sommer soll nun eine neue Satzung vorgelegt und die Umbenennung nachvollzogen werden. Denn: Alle Mitglieder sind bereits jetzt im Förderverein dabei. gus

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