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Budget für Spielplätze vervierfacht

Rodenberg / Ausschuss stockt auf Budget für Spielplätze vervierfacht

Den Blick auf den Spielplatz am Burgwall gerichtet, hat der Ausschuss für Familie, Jugend und Soziales der Stadt Rodenberg das Budget für den entsprechenden Haushaltssektor vervierfacht. Statt 5000 Euro, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, sollen 20 000 Euro im Etat für 2014 stehen. Der Rat muss dies aber erst noch bestätigen.

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Soll hübscher werden: Die Spielanlage am Burgwall.

Quelle: gus

Von Guido Scholl

Rodenberg. Die Anlage am Burgwall, die bereits in diesem Jahr aufgewertet worden war und für 30000 Euro eine Seilbahn, ein Klettergerüst und eine Netzschaukel bekommen hatte, stand im Fokus der Politiker. Mit nur 5000 Euro könne die Stadt dem weiteren Bedarf auf diesem größten städtischen Spielplatz nicht gerecht werden, zumal auch im Neubaugebiet Leimkaute ein Spielplatz anzulegen sei – so lautete der Tenor.
Ob die zusätzlichen Attraktionen eher jüngere Kinder anziehen sollen oder ob es bei einem bewusst auf ältere Jungen und Mädchen ausgerichteten Angebot bleibt, war strittig. Doris Pfingsten gab an, dass vor allem für die Kleinsten keine Spielmöglichkeiten vorhanden sind. Marlies Bernd-Büschen (FDP) hielt dagegen, dass das Areal gezielt eher ältere Kinder und junge Jugendliche anlocken soll. Für Kleinkinder gebe es Spielplätze in den Siedlungen. Pfingsten erwiderte, dass Bürger sich aber Geräte auch für Kleinkinder am Wall wünschen, zudem sei die Anlage über die Stadtgrenzen hinaus beliebt.

Renate Volk (SPD) hatte zuvor bereits an das Vorhaben erinnert, am Wall Fußballtore aufzustellen, was sich Kinder bei einem Ortstermin gewünscht hatten. Gerd Grädener (WGN) bezweifelte deren Notwendigkeit, zumal es einen Bolzplatz am Sportgelände gebe und Fußballer auch im Verein kicken können. Catrin Döpke (SPD) äußerte Bedenken bezüglich der Nachbarschaft von Toren und Kleinkindattraktionen. „Ball an den Kopf“ könne kaum das Szenario sein, dass sich Mütter und Väter für ihren Krabbelnachwuchs wünschen.

Doch auch ein Sandkasten wäre kaum ratsam – Grädener wies auf die zahlreichen Hunde hin, die dort Gassi liefen, und Hans-Dieter Brand (SPD) erinnerte an das gelegentliche Auehochwasser. Volk sprach sich grundsätzlich gegen „buntes Plastik“ aus, da dieses nicht in die Szenerie am Wall passe, stattdessen seien Spielgelegenheiten mit Naturmaterialien ratsam.
Ungeachtet der offenen Gestaltungsfrage drängte Brand auf die Klärung, wie der Etat ausgestattet werden soll. Ein Budget von 25 000 Euro für Spielplätze dürfte der Kämmerer kaum unkommentiert durchwinken, auch andere Politiker hatten bereits auf die klamme Kasse verwiesen. Doch mit den 5000 Euro käme die Stadt auch nicht aus. Bernd-Büschen schlug 20 000 Euro vor, der Ausschuss votierte für diese Summe, der Großteil des Geldes soll in den Wall und den Spielplatz der Leimkaute fließen.

Außerdem regte Bernd-Büschen an, einen Mülleimer am Burgwall aufzustellen, Christel Oberheide (CDU) legte Wert darauf, dass der Grillplatz repariert und verschönert wird. Und Volk wies auf den derzeit eher ärmlichen Zustand des Klangspiels und des Fußpfads hin.

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