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Bücherregal in der Schalterhalle

Rodenberg / Ausstellung Bücherregal in der Schalterhalle

Eine genau sechs Meter lange Ausstellung will gut vier Wochen lang an den berühmtesten Einwohner der Stadt erinnern.

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Bücherreihe als Blickfang: Marlies Berndt-Büschen erläutert den Aufbau der Ausstellung.

Quelle: nah

Von Bernd Althammer

Rodenberg. Zum 100. Todestag von Julius Rodenberg (1831-1914) wird das bekannteste Resultat seiner umfangreichen schriftstellerischen Arbeit gezeigt: 155 von 160 erschienenen Bänden der „Deutschen Rundschau“.

Kunden der Rodenberger Sparkasse können sich jetzt die Zeit vertreiben. Wo sie per Schild um Diskretion gebeten werden, fällt der Blick auf die lange Bücherreihe, Lebensdaten Rodenbergs, zeitgeschichtliche Ereignisse und bekannte Autorennamen.

Zur Eröffnung erläuterten die Mitglieder eines eigens gegründeten Arbeitskreises, Marlies Berndt-Büschen, Manfred und Rosina Löwa sowie Rudolf Zerries, Leben und Werk des Dichters, Journalisten, Schriftstellers und Redakteurs. Neben eigenen Gedichten, Reisebeschreibungen, Erzählungen, Volkslied- und Operntexten aber ist der „Literaturpapst des Kaiserreichs“ (Manfred Löwa) vor allem als Herausgeber der angesehenen Literaturzeitschrift „Deutsche Rundschau“ bekannt geworden.

Die Monatsschrift wurde zwischen 1874 und 1914 in bis zu 10 000 Exemplaren international vertrieben. Löwa hat nachgezählt: Für die abgedruckten 5000 Artikel gewann Rodenberg rund tausend Autoren. Besonders berühmte Persönlichkeiten sind in der Ausstellung ebenfalls aufgelistet: Theodor Storm, Theodor Fontane, Justus von Liebig sowie einige spätere Nobelpreisträger.

Warum jedoch der schon 1911 zum Ehrenbürger ernannte Mann heute völlig in Vergessenheit geraten ist, vermochte Zerries in seinen Anmerkungen auch nicht, zu erklären. Mit der Ausstellung aber wolle die „Museumslandschaft“ ein Zeichen setzen, zumindest in der Heimatstadt neu das Bewusstsein zu wecken.

Schon denkt Vorsitzende Bettina Schwarz an eine gedruckte Verbreitung der an diesem Abend gehaltenen Referate. Dazu gehören auch persönliche Erinnerungen von Helmut Stille, der die jüdische „Betstube“ in der Echternstraße noch aus eigenem Erleben gekannt und der Rodenberg bereits in seinen 1907 aufgelegten Erinnerungen „Aus der Kindheit“ ein literarisches Denkmal gesetzt hat. Und auch ein bekanntes Volkslied dürfte berücksichtigt werden: Den Gästen der Feierstunde klang „Wohlauf in Gottes schöne Welt“ entgegen.

Marlies Berndt-Büschen ist fest davon überzeugt, dass der Dichter diesen Text in Bezug zu seiner Heimatstadt formuliert haben muss.

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