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Rodenberg Bündnis plant weitere Stolpersteine
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Bündnis plant weitere Stolpersteine
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00:21 06.06.2015
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Rodenberg

Die Steine, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen, wurden in der Samtgemeinde Rodenberg auf Initiative des Bündnisses schon an unterschiedlichen Stellen verlegt. Trotzdem haben die Mitglieder noch immer einige Namen vor sich, die zu Menschen gehören, die während der NS-Zeit aus Rodenberg und Umgebung deportiert und dann meist ermordet wurden.

Bei Elisabeth Reuter und Ida Hanne handelt es sich um zwei Hülsederinnen. Die für die Verlegung nötigen Daten sind bereits vorhanden, erklärte Büro-Vorsitzender Uwe Märtens beim jüngsten Treffen des Bündnisses. Da die Stolpersteine vor dem letzten selbst gewählten Wohnort der Opfer verlegt werden, werde er als Nächstes mit den aktuellen Bewohnern der Häuser sprechen, deren Zustimmung grundsätzlich vorher eingeholt werde.

„Wir haben auch noch viele andere Fälle“, betonte Märtens. Doch nicht nur die Recherchen zu den Menschen und ihrem Verbleib gestalteten sich oft als schwierig. Selbst wenn der Wohnort genau bekannt sei, „heißen die Straßen heute oftmals ganz anders“. Auch Hausnummern seien nach 1945 vielfach geändert worden. Die tatsächlichen Adressen der Opfer herauszufinden, „das ist schon eine besondere Herausforderung“. Einen Versuch wollen die Büro-Mitglieder nun über das Katasteramt starten. Wer selbst noch alte Straßenkarten aus der Zeit vor 1945 besitzt, kann sich ebenfalls gerne an das Bündnis wenden (E-Mail: u-maertens@web.de).

Da der Künstler Gunther Demnig Stolpersteine in ganz Deutschland verlegt, riet Märtens, mit einer Anfrage abzuwarten, bis die Daten für alle angestrebten Steine in der Samtgemeinde vollständig vorhanden seien. Denn auch in Messenkamp und Pohle gab es Opfer, so Märtens. Dort hoffen die Mitglieder bei ihren Recherchen auf Unterstützung der jeweiligen Bürgermeister. kle

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