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Rodenberg Bürger ins Boot holen
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Bürger ins Boot holen
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00:17 23.06.2017
Quelle: pr.
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RODENBERG/ALGESDORF

Bei einer Informationsveranstaltung in Bad Nenndorf hatte es geheißen, dass die Ausbaupläne mit den beteiligten Kommunen abgesprochen seien. Dies stellte Baufachbereichsleiter Jörg Döpke nun infrage. „Ratssitzungen zu dem Thema in Rodenberg sind nicht aktenkundig“, betonte er. Allerdings seien Algesdorf und Rodenberg erheblich von dem Ausbau betroffen. Entweder gebe die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den Kommunen Zeit für Beratungen oder man fordere diese Zeit ein.

Die Stadt Rodenberg sei vor Jahren gefragt worden, ob sie quasi ein Mitspracherecht an der Planung des Knotenpunktes Drei Steine für 100000 Euro einkaufen möchte. Das sei seinerzeit verneint worden. An dieser Sachlage hat sich Döpke zufolge nichts geändert. Aus seiner Sicht entspricht der Nutzen der geplanten Verlagerung der Drei-Steine-Kreuzung nicht dem Ressourcenverbrauch.

Ein weiterer zu prüfender Aspekt sind neue Wirtschaftswege, die im Zuge des B65-Ausbaus entstehen würden. Für diese soll die Stadt Rodenberg dann in die Unterhaltungspflicht genommen werden, sagte Döpke. Hinzu kommen örtliche Belange, beispielsweise das Landschaftsbild, das auf Jahrzehnte hinaus beeinträchtigt würde. Auch den Bürgern solle die Möglichkeit zur Meinungsäußerung bei einer öffentlichen Veranstaltung gegeben werden.

Einwände sollen gebündelt übermittelt werden

„Ich habe nur Nachteile gehört. Wo liegen Vorteile für unsere Samtgemeinde?“, kommentierte Börries von Hammerstein (CDU) Döpkes Bericht. „Haben wir überhaupt noch Einfluss auf diese Planung?“, erkundigte sich wiederum Karl-Heinz Bruns (CDU). Dem entgegnete Döpke, dass es eine Umsetzung ohne die Stellungnahmen der hiesigen Kommunen nicht geben wird. Daher sollten Unterlagen in umfassendem Maß eingefordert werden. Diese müssten dann in den politischen Gremien aber auch mit den Einwohnern diskutiert werden. Die daraus resultierenden Einwände sollen dann gebündelt an die Landesbehörde übermittelt werden, die sich dann damit auseinandersetzen muss.

Der Ausschuss einigte sich auf das von Döpke skizzierte Vorgehen inklusive Bürgerinformation. Nicole Wehner (WGSR) wünschte sich dafür eine dreidimensionale Darstellung der geplanten Bauwerke, damit klarer wird, was zwischen Rodenberg und Bad Nenndorf entstehen soll. Döpke sagte, die Samtgemeinde könne danach fragen, aber sie habe keinen Einfluss darauf, was die Behörde letztlich an Aufwand betreibt.

Hans-Dieter Brand (SPD) sagte, der einzige Vorteil, den Rodenberg möglicherweise vom Ausbau nach jetziger Planung bekäme, wäre, dass bei Dauerstau auf der Autobahn kein Schwerlastverkehr mehr durch die Stadt rollt, weil die B442 dann geradeaus nach Bad Nenndorf führte. Ob dies den Aufwand rechtfertige, sei allerdings fraglich. gus

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