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CDU/WGR-Ehe geschieden

Einseitiger Wunsch CDU/WGR-Ehe geschieden

Rund anderthalb Jahre vor der nächsten Kommunalwahl ist die Ehe von CDU und Wählergemeinschaft in der Stadt Rodenberg geschieden worden. Die Trennung geschah auf einseitigen Wunsch der CDU.

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Quelle: pr.

Rodenberg. Deren Fraktionsspitze gibt in einer Pressenotiz an, dass „grobe Verletzungen gemeinsamer Absprachen“ zu der Trennung geführt haben. Bürgermeister Ralf Sassmann (WGR) bedauert den Schritt.

Damit endet eine durchaus gedeihliche Zusammenarbeit, die mit der Gruppenbildung und der Wahl Sassmanns zum Bürgermeister nach der Kommunalwahl 2011 begonnen hatte. „Die politische Arbeit und das Einbringen von Innovation und Ideen wurden bisher mit wenigen Ausnahmen ausschließlich von der CDU geleistet“, schreiben CDU-Fraktionschef Erhard Steege und dessen Vize Carlo de Rooij.

Die politische Auseinandersetzung mit der SPD sei „im Wesentlichen durch die CDU geführt“ worden. Die Union sei zu dieser einseitigen Aufgabenteilung nicht mehr bereit. Die Christdemokraten unterstellen der WGR „Profilierung auf dem Rücken der CDU“. Bereits die Wahl Sassmanns zum Bürgermeister stellt die CDU nun in diesen Kontext. Auch die Auswahl und Unterstützung Georg Hudallas als Samtgemeindebürgermeister-Kandidat sei von der CDU vorangetrieben worden.

„Transparenz, Klarheit und Wahrheit verpflichten uns zu dieser Vorgehensweise“, begründet die CDU die Trennung. Die Ratsfraktion woll nun ihre Vorstellungen zu Kernthemen wie Aldi, Sporthalle am Jagdgarten und Bike&Ride umzusetzen.

Sassmann bedauert die Entwicklung. „Ich hätte die Zusammenarbeit gern bis zur nächsten Wahl weitergeführt“, erklärte er gegenüber dieser Zeitung. Die Beweggründe könne er nicht nachvollziehen, zumal es keinen akuten Streit gegeben habe. Die Gruppenauflösung sei intern „freundschaftlich und sachlich besprochen worden“.

Sassmann kann sich auch nur an einen Fall erinnern, in dem sich ein WGR-Mitglied entgegen der Gruppen-Absprache bei einer Abstimmung enthalten hatte. Dies sei anschließend aufgearbeitet worden. Auch die Ideen der Gruppe seien stets gemeinsam erarbeitet worden. Die WGR wolle jetzt weiter an den Sachthemen arbeiten. „Es gibt viel zu tun“, so Sassmann.

Dieser geht nicht davon aus, dass er nun vor der Abwahl als Bürgermeister steht. Dazu müssten zwei Drittel, also 13 der 19 Ratsmitglieder, gegen ihn stimmen. So viele Mandate hätten SPD und CDU zwar (insgesamt 14), doch einen Konfrontationskurs erwartet der Bürgermeister nicht. Zumal sich CDU und SPD dann auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen müssten.

Verschiebungen wird es wohl aber bei den Ausschussbesetzungen geben. Auch die Vorsitze könnten neu verteilt werden. Und möglicherweise werden zwei neue stellvertretende Bürgermeister gewählt. Dies sind derzeit Steege und Christel Oberheide. Die SPD bringt sich nicht in Stellung für eine Umwälzung. „Ich glaube nicht, dass jemand ernsthaft an die Abwahl des Bürgermeisters denkt“, sagte SPD-Sprecher Uwe Märtens gegenüber den SN. Er sei von der Entwicklung überrascht. Die SPD werde aber kommende Woche intern beraten, ob sie nach einem Ausschussvorsitz greifen soll. gus

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