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CDU am Boden

Findungsphase nach Massenaustritt CDU am Boden

Dass die CDU in Rodenberg aktuell keinen Ortsverband mehr hat, soll nicht zum Dauerzustand werden. Dies haben Akteure der Partei erklärt, die nach dem Austritt von elf Mitgliedern an einem Neuanfang zimmern wollen. Ausgetreten waren unter anderem auch sämtliche Vorstandsmitglieder, allen voran der Vorsitzende Erhard Steege.

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Quelle: pr.

RODENBERG. Als Grund gab die Gruppe das Verhalten von CDU-Kreischef Klaus-Dieter Drewes an, dem unterstellt wird, André Hoffmann in der Protokollaffäre protegiert zu haben. Steege galt von Beginn an als Triebfeder in der aus der Causa Hoffmann entstandenen Dauerfehde innerhalb der Rodenberger CDU.

Nur noch ein Mandatsträger

 Im Rat der Deisterstadt haben die Christdemokraten jetzt nur noch einen Mandatsträger: Sebastian Klein, der auch stellvertretender Bürgermeister ist. „Ich habe mit der ganzen Sache nichts zu tun, ich habe mich aus beiden Lagern herausgehalten“, erklärte dieser auf Anfrage dieser Zeitung. Gemeint sind auf der einen Seite die Akteure um Steege und die einstige Amtsverbandsvorsitzende Patricia Kasper sowie auf der anderen Seite diejenigen, die es mit deren Nachfolgerin Nicole Bruns und Hoffmann halten.

 Die verbliebenen CDU-Mitglieder – Klein schätzt, dass es gut 30 sind, aber genaue Angaben haben nur der Ex-Vorsitzende und der Ex-Schatzmeister – stünden nun in einer Findungsphase. Zu den jetzigen Aktivposten gehört auch Ralf Schubart. „Wir versuchen, wieder eine Mannschaft aufzustellen“, sagte dieser gegenüber den SN. Kurzfristig werde der Kreisverband zu einer CDU-Ortsversammlung einladen. Innerhalb der jetzigen „Findungsphase“ sei auch zu klären, wie das Verhältnis zu den Abtrünnigen im Rat der Stadt gestaltet wird. Noch sei vieles im Vagen.

Es kriselt seit neun Jahren

 Die Rodenberger CDU kommt somit einfach nicht zur Ruhe. Vor knapp neun Jahren hatte sich aus internem Zwist heraus die Gruppe Aktive Demokraten abgespalten, zu der auch Klein gehörte. Dieser gab nun an, seinerzeit aus Frust über den damaligen Bürgermeister, Günter Altenburg, ausgetreten zu sein. Die Aktiven Demokraten sind längst Geschichte, und Klein holte bei der zurückliegenden Wahl mit Abstand die meisten Stimmen für Rodenbergs CDU.

 Altenburg wurde nach der Wahl 2012 von den eigenen Parteikollegen zum Austritt aufgefordert, weigerte sich aber. Schon damals mitten drin im Gemenge: Erhard Steege. Altenburg wurde die Schuld dafür gegeben, dass die CDU das Bürgermeisteramt verloren hatte. Seinerzeit focht auch André Hoffmann noch an Steeges Seite. Doch die Protokollaffäre, bei der es letztlich um die Kreistagskandidatur Hoffmanns ging, der sich später gegen Steeges politisches Ziehkind Kasper behauptete, ließ auch dieses Band reißen. Es folgten mehrere Parteiaustritte, unter anderem der von Christel Oberheide.  gus

Willkommen im Kindergarten

Kommentar von Guido Scholl

CDU-Austritte tragen Steeges Handschrift

So zerrüttet man einen Ortsverein – und der Haupt-Verursacher heißt Erhard Steege. Dass der Massenaustritt aus der CDU die Handschrift des Algesdorfers trägt, ist unverkennbar. Schon seit langer Zeit lässt Steege jedwedes Augenmaß bei seinen politischen Handlungen vermissen und verliert sich in Strippen-Zieherei. Immer wieder klagten andere Politiker über dessen offenbar teils cholerische Verbalattacken hinter verschlossenen Türen. Auch in öffentlichen Sitzungen fällt Steege oft mit überzogenen Angriffen wahlweise auf politische Gegner oder eben die Verwaltung auf. Steege will mit dem Kopf durch die Wand und verbeißt sich in Dinge, die er nicht ändern kann – bestes Beispiel ist die Causa André Hoffmann. Anstatt es irgendwann gut sein zu lassen, schlug der bisherige Ortsvereinsvorsitzende so lange in dieselbe Kerbe, bis nun beinahe ein Dutzend Christdemokraten mit ihm das CDU-Parteibuch zurückgegeben hat. Diese Ex-CDU-Mitglieder sollten sich einmal fragen, was sie mit diesem Schritt bezwecken wollen. Einfach ein bisschen Kindergarten spielen? Das hat geklappt.

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