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Das Feuer machte den Weg frei

Amtsplatz Rodenberg Das Feuer machte den Weg frei

Einige Gemäuer sind gefallen und gewachsen, bis der Amtsplatz seine heutige Gestalt bekommen hat. Mit den Plänen der Volksbank wird das nächste Kapitel in der baulichen Geschichte geschrieben. Ein Rückblick auf die Entstehung.

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Der Amtsplatz des frühen 20. Jahrhunderts aus der Luft fotografiert.

Quelle: pr.

Rodenberg. Alles begann mit totaler Zerstörung: Der Stadtbrand von 1859, in der Brauerei Echtern-straße ausgebrochen, breitete sich vom Zentrum nordwärts aus und erfasste auch die landwirtschaftliche Domäne und die Gebäude des Amtshofes auf der Fläche des heutigen Amtsplatzes. Zehnthaus, Invalidenhaus, Gefängnis und Amtshaus vielen den Flammen zum Opfer. Die Domäne wurde an einer anderen Stelle wieder aufgebaut. 1860 entstand südlich des Walls das Amtsgericht mit einem großen Garten davor und dem Gefängnis rechts daneben.

Elf Häuser verschwanden

„Noch zur Zeit meiner Kindheit hat der Amtsrichter dort Gemüse- und Obst angebaut“, erinnert sich Hartmut Sassmann mit dem Blick auf alte Schwarz/Weiß-Fotos an seine Jugend in der Nachkriegszeit. Entlang der Langen Straße sind mit der Zeit elf Häuser aus dem 19. Jahrhundert verschwunden und die Flächen neu bebaut worden. 1863 wurde das historische Rathaus, der heutige Ratskeller, wieder eröffnet. Wo heute die Volksbank steht, fand 1906 die Post ihren Platz, ein Jahr später eröffnete auch die Stadtschule an der Langen Straße –die jetzige Grundschule.

1954 kam links vom Amtsgericht das Gerätehaus der Feuerwehr dazu. In den siebziger Jahren sicherte sich die Volksbank den Ratskeller zum missfallen der Sparkasse, die früher dort ihre Niederlassung gehabt hatte. Die Volksbank verkaufte daraufhin das Gebäude an die Sparkasse und sicherte sich stattdessen die alte Post. Der Bau musste 1976 der jetzigen Volksbank-Filiale Platz machen, während die Sparkasse den Ratskeller wiederum an die Stadt verkaufte.

Ärztezentrum kam nicht zustande

Nach der Auflösung des Amtsgerichts ließ sich die Verwaltung der Samtgemeinde 1975 in ihrem heutigen Sitz nieder. Die Feuerwehr gab ihr Gerätehaus daneben Anfang der Neunziger Jahre zugunsten eines neuen Standorts im Seefeld auf. Ein geplantes Ärztezentrum am Platz des alten Gerätehauses kam nicht zustande, stattdessen finden sich hier nun die Parkplätze am Wall.

Mit der Entstehung der Marktpassage auf der Westseite war der Platz schließlich von allen Seiten eingerahmt. 1994 eröffnete dort eine Aldifiliale. Drei Jahre später bekam der Amtsplatz rechtzeitig zu einem Stadtfest ein Pflaster und eine ansprechende Gestaltung.

Im Jahr 2001 zog WEZ an den Amtsplatz, daraus wurde zwischenzeitlich Edeka. Rossmann ersetzte 2015 Aldi. Zusammen mit der WEZ-Filiale schließt der Ratskeller, den die Stadt vor elf Jahren kaufte und sanierte, den Platz nach Süden ab. geb

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