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Der Bedarf steigt

„Fundus für alle“ Der Bedarf steigt

Die Kleiderkammer „Fundus für alle“ existiert in Rodenberg fast seit einem halben Jahr. Das mittlerweile achtköpfige Team hat seit der Eröffnung am 1. April über 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. Und es will dauerhaft weitermachen – Kleidung und Wäsche finden reißenden Absatz.

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Rosi Knaack (von links), Anne Meyer, Nicole Brunsfeld, Heidi Schwerin, Susanne Freise, Frieda Dierksen und Erika Heine haben sich in Rodenberg eingearbeitet. Es fehlt Brigitte Gottwald.

Quelle: gus

RODENBERG. Erika Heine, Susanne Freise, Rosi Knaack, Anne Meyer, Nicole Brunsfeld, Heidi Schwerin, Frieda Dierksen und Brigitte Gottwald haben sich gegenüber dem Standort Lauenau erheblich verbessert, finden sie. „Es ist heller hier“, betont Brunsfeld. Und Heine, die die Kleiderkammer leitet, weist auf mehr Sauberkeit und bessere Ordnung hin. Montags ist der Verkaufsraum an der Straße Tor von 14 bis 17 Uhr geöffnet, dienstags von 10 bis 14 Uhr.
Der Bedarf, der einst seitens der Verwaltung infrage gestellt worden war, ist nach wie vor groß. Im Durchschnitt kommen 230 Kunden pro Monat, viele davon mehrmals. Tendenz: steigend. Im April waren 201 Kunden gekommen. Heine erfasst diese Werte ebenso wie die Arbeitsstunden. „Das müssen wir aus Arbeitsschutzgründen“, betont sie. Träger der Einrichtung ist die Awo.

Viele Veränderungen

Gegenüber dem Betrieb in Lauenau, wo die Gemeinde der Kammer den Vertrag aufkündigte, hat sich vieles geändert. Alle vier dortigen Mitarbeiterinnen sind nun auch in Rodenberg tätig, doch das Team wurde wegen der zusätzlichen Öffnungszeiten aufgestockt. Jetzt gibt es die Kleidung auch nicht mehr kostenlos sondern zu Preisen zwischen einem und fünf Euro. Damit bezahlt das Team die Miete und die Nebenkosten. Sollte am Jahresende etwas Geld übrig sein, kommt es einem sozialen Zweck zugute.
Die Kundschaft besteht aus Deutschen und aus Flüchtlingen gleichermaßen. Die Situation der Asylbewerber hat sich seit der Lauenauer Zeit enorm verändert. Mittlerweile sind sie hier angekommen und wissen, was sie benötigen. Warme Kleidung für den Winter, beispielsweise.

"Offenes Ohr für Probleme"

Eines ist aber geblieben: Die freundliche Atmosphäre. „Der Kundenkontakt ist dem Team sehr wichtig. Wir haben immer ein offenes Ohr für Probleme“, betont Heine. Häufig bleiben Kunden auch zum Plausch nach dem Einkauf, setzen sich dann an einen runden Tisch und unterhalten sich mit den Mitarbeiterinnen. Ab und zu bringen Spender auch etwas zum Naschen vorbei, das dann auf dem Tisch bereit steht.
Derzeit benötigt die Kleiderkammer, die äußerlich eher einem gut eingerichteten Secondhand-Laden ähnelt, Schuhe und Bekleidung für Männer, Frauen, Kinder und Babys sowie Sportschuhe. Auch Bettwäsche, Handtücher, Decken und Haushaltswaren wie Geschirr sind rar. Beim Geschirr sollten es möglichst mehrteilige Services sein. Grundsätzlich gilt: Sauber und heile müssen die Spenden sein. gus

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