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Der Edelbergsche Traum

Übersee-Export Der Edelbergsche Traum

16 Quadratmeter Grundfläche, drei Meter Raumhöhe und vor 25 Jahren gebaut: Klingt doch auf dem ersten Blick nach einem kleinen, aber gemütlichen Studentenzimmer. Doch die Daten gehören nicht zu einem Appartement, sondern beschreiben den US-amerikanischen Schulbus von Lutz Edelberg.

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Gut gelaunt grüßt Lutz Edelberg aus dem Seitenfenster seines Busses. Innen befinden sich mehrere Tische.

Quelle: js

Rodenberg. Seit Anfang des Jahres befindet sich der Übersee-Export im Besitz des 50-Jährigen. Schon beim ersten Betreten des Gefährts wird deutlich, dass Edelberg den Bus nicht für Ausflugsfahrten einsetzen möchte. Bänke und Tische sind variabel einstellbar, ein E-Piano ist bereits installiert, und eine provisorische Bühne kann frei auf der Fläche des Busses verschoben werden.

„Ich wollte so einen Bus schon eine ganze Weile haben, hier drin herrscht eine ganz besondere, kreative Stimmung“, sagt der Musiker. Er habe schon Tonaufnahmen in dem Fahrzeug aufgenommen, auch mit seinen Schülern hat der Musiklehrer schon in dem Wagen geprobt. „Sowohl im Bus als auch nach hinten heraus über den Notausstieg sind Konzerte möglich“, freut sich Edelberg. Außerdem gefalle ihm die Zeitlosigkeit des Gefährts.

„Ob aus Superman oder Forrest Gump, jeder kennt diese Busse“, betont er. Eine Verbindung oder gar große Sympathie zu Nordamerika hegt der 50-Jährige nicht. „Kein McDonald’s, keine Cheerleader“, kommentiert Edelberg trocken.

Das Parken ist nicht ganz so einfach

Fahren kann Eldeberg mit dem Bus selbstverständlich auch. „Der ist schon alltagstauglich“, sagt der 50-Jährige. 200 Pferdestärken sorgen für knapp 90 Kilometer pro Stunde in der Spitze. Nur mit dem Parken ist es bei zehn Metern Länge nicht immer ganz so einfach. „Aber das Problem haben andere Busfahrer ja auch“, sagt der Musiker mit einem Lächeln. Die Erlaubnis zu fahren hat er im Übrigen mit seinem Führerschein der ehemaligen Klasse drei inne. Und für kurze Wege schnappt sich der 50-Jährige einfach sein Fahrrad.

Das auffällige Gefährt hat Edelberg im Internet erstanden. „Die haben sich auch gleich um die Zulassung gekümmert“, erklärt er. Der Musiker musste sich also nur noch auf den Fahrerstuhl – inklusive stilechtem Mini-Ventilator an der Decke als Klimaanlage – setzen und den Schlüssel umdrehen. Und sollte mal etwas am Wagen kaputt gehen, weiß Edelberg bereits Rat. „Ersatzteile gibts drüben wie Sand am Meer.“ Zum Einbauen habe er auch genügend Freunde. „Aber einfach mal so zur Werkstatt zum Reparieren fahren, fällt jetzt natürlich flach.“ js

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