Feggendorf. Florian Garbe berichtete zunächst vom unablässigen Eifer der Helfer, den vor jetzt knapp 60 Jahren aufgegebenen Stollen weiter zu restaurieren. An 112 Tagen waren insgesamt 513 Arbeitskreismitglieder tätig. Sie brachten „von Hand“ 294 Tonnen Gestein ans Tageslicht oder verbauten es im Innern des Bergs. Garbe freute sich, dass der Stamm um weitere fünf auf insgesamt 18 Personen aufgestockt werden konnte. „Da ist viel Elan drin“, freute er sich im Vergleich zu früher, als mitunter nur eine Handvoll Unentwegter den Betrieb aufrecht hielt. Inzwischen ist das Bergwerksprojekt auch in seiner überregionalen Bedeutung gewachsen. Es wird touristisch vermarktet und lässt auf EU-Zuschüsse hoffen.
In den vergangenen Monaten konnte ein Wetterschacht („Rösche“) samt neuem Mundloch und Schlussstein gebaut werden, der den Rundweg für Besuchergruppen ermöglicht. Dafür wurde unter anderem eine Strecke von 40 Metern neu durch den Berg getrieben. Diese habe auch die Sauerstoffversorgung deutlich verbessert. Weitere spannendn Momente stehen an: In der Hauptstrecke wurde weiter in Richtung Hohenbostel gegraben: Nur noch zehn Meter trennen die Forscher von einem großen Grubenfeld.
Alle Hoffnung aber setzt Garbe in den Bau eines Zechenhauses. Auf den Fundamenten des ehemaligen Gebäudes könnten mit eine Nutzfläche von 70 Quadratmetern Aufenthalts- und Sanitätsraum, Werkstatt, Lampenstube und Waschkaue etstehen. Damit wäre „das richtige Feeling von früher“ erlebbar . Die Gäste finden in der Waschkaue unter anderem die Schutzkleidung vor - hoch über ihren Köpfen, weil dort die Kittel und Stiefel am besten trocknen.
as Garbe verblüfft: Gegen die Baupläne mitten im Wald gab es von behördlichen Stellen keine Bedenken. „Nur das Geld fehlt uns noch“, so Garbe. Der stellvertretende Bürgermeister Karsten Sucker verwies in der Versammlung auf den Beratungsbedarf: Mittel seien erst für 2011 zu erwarten.
Dass sich der Stollen unveränderter Beliebtheit erfreut, machte Garbe an den Besucherzahlen deutlich. 3500 seien es allein 2009 gewesen, darunter Bergleute vom Niederrhein, die mit wachsender Freude endlich einmal wieder selbst Kohle hauen konnten. nah
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