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SPD warnt vor überstürzten Hauskäufen

Rodenberg SPD warnt vor überstürzten Hauskäufen

Die Rodenberger Stadtpolitik wird zunehmend unübersichtlich – mehrere Großprojekte stehen zur Debatte, kommen aber nicht recht voran. Die SPD-Stadtratsfraktion hat daher zu geordnetem Vorgehen gemahnt. Anlass ist der aus Sicht der SPD überstürzte Kauf von Immobilien.

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Quelle: Archivfoto

Rodenberg. Das Oberheide-Haus befindet sich bereits so gut wie in Besitz der Stadt, zudem wurde das Interesse laut, das Hotel Stockholm zu erwerben. SPD-Sprecher Uwe Märtens wäre es aber lieber, wenn die Stadt im Vorfeld solcher Käufe schon wüsste, was sie mit den in Rede stehenden Gebäuden anfangen will.

Die SPD-Fraktion betont dies auch vor dem Hintergrund der immer zahlreicher werdenden, aber unkonkret bleibenden Großprojekte. Da wäre – allen voran – die Discounter-Debatte, die seit drei Jahren die Stadtpolitik prägt. Noch immer gibt es keine Gewissheit, ob die Umstrukturierung im Bereich zwischen Amtsplatz und Aue klappt. Hinzu kommt die damit verbundene Frage einer möglichen Gastronomie-Ansiedlung anstelle des neuen Parkplatzes hinter dem Ratskeller.

Der Kauf der Oberheide-Immobilie hat die Situation noch verkompliziert, denn das Gebäude gilt als Schlüssel für den Zugriff auf den Bereich hinter dem Rossmann-Komplex. Wäre dort ein Discounter möglich? „Nicht ohne weitere Grundstückskäufe“, betont Renate Volk. Und das würde weitere Investitionen für die Stadt bedeuten. Doch Märtens streicht heraus: Dies wäre auch bei einer Discounter-Ansiedlung auf der anderen Seite des Amtsplatzes der Fall, allein schon, um den morastigen Untergrund zu befestigen.

„Wir sollten uns in Ruhe überlegen, was wir mit der Immobilie vorhaben, bevor wir sie kaufen“

Dann wären da noch die Pläne für die Beruhigung der Grover Straße, die derzeit auf Eis liegen, die bis zu einer Million Euro teure Wäschehaus-Sanierung, von der im Moment vorsichtshalber niemand offen spricht, und das Vorhaben, die Kernstadt umzugestalten. Da kommt eine weitere Großbaustelle in Form der Stockholm-Nachnutzung eher unpassend.

Dass die Stadt auch für Immobilienkäufe neue Schulden aufnehmen muss, bestreitet Märtens nicht. „Dass wir Häuser für Flüchtlinge brauchen, da sind wir uns einig“, betont er. Doch er rechne nicht damit, dass ein Investor der Stadt das Stockholm vor der Nase wegschnappt. „Wir sollten konzeptionell denken und uns in Ruhe überlegen, was wir mit der Immobilie vorhaben, bevor wir sie kaufen“, so Märtens.

Dies könnten die Fraktionen intern beraten und sich dann untereinander auf einen Konsens einigen. „Die Stadt soll sich weiterentwickeln“, findet Anja Niedenzu. Und dazu sei es nötig, die möglichen Verfahrensweisen mit dem Stockholm zu erörtern. Aus ihrer Sicht geht es dabei im Kern um die Frage, ob das alte Gebäude saniert oder abgerissen werden soll.

Bei beiden Varianten kann sich die SPD einen Investor als Partner gut vorstellen. Henning Kommerein erinnert an die Ratskeller-Sanierung. Damals sei ein Gastronom nach dem anderen abgesprungen, die Planung sei dennoch zielstrebig vorangetrieben worden. Am Schluss habe die Stadt mit dem jetzigen Wirt, Neven Trivic, eine Lösung gefunden, die bis heute funktioniert. So könne es auch beim Stockholm laufen. gus

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