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Diskutanten fragen nach dem Glück

Stadthagen / "Philosophische Teestunde" Diskutanten fragen nach dem Glück

Zu einer Philosophischen Teestunde hat die Heilpraktikerin und Fachberaterin Ilka Franke eingeladen. Zehn Gäste trafen sich in ihrer „Praxis Courage“ in Rodenberg, um sich über das Weltbild des griechischen Philosophen Epikur auszutauschen. Moderiert wurde die Debatte von der Referentin Verena Wilkening, die in Göttingen Philosophie studiert.

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Verena Wilkening (2. v. links) diskutieren die Teilnehmer über die Thesen des griechischen Philosophen Epikur.

Quelle: han

Rodenberg (han). „Epikur und das lustvolle Leben - Wer sich um das Morgen am wenigsten kümmert, geht ihm mit der größten Lust entgegen“ lautete der Titel des philosophischen Nachmittags. Der Lustbegriff Epikurs stand zunächst im Zentrum der Betrachtung. Keineswegs habe der große Denker die zügellose Lust propagiert. Vielmehr habe er einen maßvollen Lustgebrauch im Sinn gehabt, der geprägt sei von Vernunft und Überlegung. Das Ziel seien unerschütterliche Seelenruhe, Ausgeglichenheit und Bescheidenheit.

Die Diskutanten fragten nach der Aktualität dieser Thesen und stellten dabei fest, dass Epikurs tiefe Lebensqualität durch moderne Tendenzen konterkariert werde. Medien- und Konsumreize, Effizienz, Schaffensdrang und Leistungswille sollen heutzutage die Lücke schließen und für ein erfülltes Leben sorgen. Jedoch gebe es auch Gegenbewegungen, Hinweis hierauf seien philosophische Bücher, die die Bestsellerlisten erklimmen.

Ausgiebig wurde die Frage nach dem Glück diskutiert. Kann man das Hochgefühl beeinflussen, erzwingen oder durch eine bestimmte Lebenshaltung anlocken? „Passiert“ das Glück einfach, ausgelöst durch äußere Faktoren? Eine Teilnehmerin sprach sich dafür aus, zwischen „Glück“ und „Lust“ zu unterscheiden.

Die Philosophische Teestunde wird fortgesetzt. Am Sonnabend, 17. November, 16 Uhr, ist der Autor Martin Arnold zu Gast in der „Praxis Courage“, Maschwiese 12 in Rodenberg. Inhaltlich wird es um das Erfolgsgeheimnis von Mahatma Gandhi gehen. Nicht nur über den indischen Pazifisten hat Arnold ein Buch geschrieben. Auch mit der Katholikin Hildegard Goss-Mayr und dem Sozial-Anarchisten und Freidenkers Bart de Ligt hat sich der Essener Friedensforscher und ehemalige Pfarrer beschäftigt.

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