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Dubiose Machenschaften bei Tierkauf

Häufung trauriger Hundeschicksale Dubiose Machenschaften bei Tierkauf

Der Tierschutzverein Rodenberg-Bad Nenndorf und Umgebung leidet wieder einmal unter einer Häufung trauriger Hundeschicksale. Dies hat die Vorsitzende Jutta Schneider zum Anlass genommen, grundsätzlich vor dem Kauf von Hunden via Internet und vor dem Erwerb verdächtig günstiger Hunde zu warnen.

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Nicole Richter beschäftigt sich mit Rolf Bello – dies müssten seine neuen Halter auch mit viel Disziplin tun.

Quelle: gus

Rodenberg/Nenndorf. Ein besonders ärgerlicher Fall trug sich vor einigen Wochen zu. Ein älterer Mann aus der Samtgemeinde Rodenberg hatte sich einen Labrador zu einem Spottpreis aus einer Stadt am Rhein besorgt. Der Vierbeiner erwies sich aber als zu lebhaft und schlecht erzogen, sodass der Mann ihn beim Bad Nenndorfer Tierheim abgeben wollte. Schneider lehnte dies ab. Der Mann kehrte kurz darauf mit einem ärztlichen Attest zurück, das aussagte, er könne den Hund namens Rolf Bello aus gesundheitlichen Gründen nicht halten. Nun lebt er doch in der Tierstation.

 Schneider betont, dass sich der Mann im Vorfeld hätte informieren müssen, ob er in der Lage ist, mit einem etwa 35 Kilogramm schweren Labrador umzugehen. Doch dies unterlassen immer mehr Menschen, bevor sie sich einen Hund zulegen. Das ist auch der Eindruck der Hundetrainerin Nicole Richter aus Stadthagen. Sie hilft Schneiders Verein unter anderem bei der Erziehung von Rolf Bello.

 Fachlichen Rat einholen

 Auch wenn dieser nicht im Internet bestellt wurde, verweisen beide auf die steigende Belastung durch Online-Angebote für Tiere. Oft stecken dubiose Organisationen dahinter, die Hunde aus dem Ausland einführen und von vornherein davon ausgehen, sie mehrfach zu vermitteln, weil Halter die Tiere nach kurzer Zeit wieder zurückgeben. Ihr Geld sehen die Käufer nicht wieder.

 Die Hunde werden meist als lieb, ruhig und einfach zu halten beworben, obwohl dies nicht stimmt. Und ihnen werden rührselige Schicksale angedichtet, um den Käufern den Eindruck zu geben, sie täten ein gutes Werk damit, die Tiere zu kaufen.

 Richter und Schneider sind sich darin einig, dass jeder, der einen Hund kaufen will, zuvor bei Fachleuten Rat einholen sollte. Es sei zu klären, welches Tier zu einem potenziellen Halter passt. Und ob ein Hund überhaupt eine sinnvolle Anschaffung ist. Tierschutzvereinigungen und Hundeschulen seien Adressaten für entsprechende Fragen.

Unseriöse Angebote

Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass Angebote zu aus dem Ausland eingeführten Hunden im Internet in den meisten Fällen unseriös sind. Dasselbe gilt, wenn die Tiere verdächtig günstig zu bekommen sind. Dann müsse irgendetwas faul sein, so Richter.

 Für Rolf Bello wird nun ein neues Zuhause gesucht. Die Nacherziehung hat bereits gute Fortschritte bewirkt. Allerdings weisen die beiden Expertinnen darauf hin, dass der Hund nicht einfach zu halten sei, viel Energie habe und jede Menge Aufmerksamkeit benötige. gus

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