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Ein Eichenstamm verrät sein Alter

Rodenberg Ein Eichenstamm verrät sein Alter

Dass Fichten Tischlerholz liefern, die Feldulme feine Möbel erlaubt und der Bergahorn für Parkett ideal ist, können Besucher künftig buchstäblich im Vorübergehen lernen. Der Rodenberger Fremdenverkehrsverein (FVV) hat soeben seinen Naturerlebnispfad eingeweiht – als sinnvolle Ergänzung des Bürgerparks unterhalb der Windmühle und dessen „Waldklassenzimmer“.

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Förster Andreas Ludewig verrät das Geheimnis des dunklen Flecks im dicken Eichenstamm.

Quelle: nah

Rodenberg. Vorsitzender Friedrich Hardekopf machte keinen Hehl daraus, dass mit der neuen Einrichtung ein langjähriger eigener Wunsch in Erfüllung gegangen sei. Gerade Familien mit Kindern könnten hierdurch einen Anreiz erhalten, das kleine Waldstück oberhalb der Stadt zu erkunden, sich aktiv zu betätigen und neue Kenntnisse gewinnen.

 So gibt es einen Balancierpfad, ein Insektenhotel und zwei große Informationstafeln, die unter anderem Schulprojekte illustrieren. Kleine Edelstahlschilder nennen nicht nur den Baum am Wegrand; sie erläutern auch dessen Nutzen für Mensch oder Tier. An zwei Standorten sind besondere Weitblicke möglich: Durch den hölzernen „Waldfernseher“ zeigen sich Stadt oder auch Deister und Süntel und erleichtern die richtige Antwort auf einige gestellte Fragen. So soll zum Beispiel die Länge der Luftlinie zum fernen Ith geschätzt werden.

 Für die beiden Prunkstücke der Spazierrunde aber hat eine 200-jährige Eiche aus dem Osterwald bei Coppenbrügge sorgen dürfen. Der Stamm verrät sogar ihr Alter, wenn der Betrachter nur akribisch die Jahresringe zählt. Demnächst soll noch eine Tafel eine dunkle Verfärbung erläutern. Revierförster Andreas Ludewig ist fest davon überzeugt, dass sie die chemische Reaktion des Holzes auf einen Bombensplitter im Zweiten Weltkrieg ist.

 Hardekopf dankte den beteiligten Initiatoren, darunter der Leiterin des vereinsinternen Arbeitskreises, Sabine Rose. Grundschulleiter Uwe Eberhardt versprach, sein Kollegium aufzufordern, die neue Einrichtung im Rahmen des Sachunterrichts rege zu nutzen.

 Bürgermeister Ralf Sassmann hoffte gleichermaßen auf viele Besucher und möglichst keinen Vandalismus und dankte dem FVV für sein Engagement. Für Rodenberg war dies sogar zum Nulltarif: „Wir haben“, freute sich Hardekopf, „dank vieler Sponsoren die Stadt nicht in Anspruch nehmen müssen“. nah

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