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Ein Rodenberger verlegt Erzählungen von Julius Rodenberg neu

Endlich wieder lesbar Ein Rodenberger verlegt Erzählungen von Julius Rodenberg neu

Überaus schreibfreudig ist der Dichter, Journalist und Redakteur Julius Rodenberg vor über hundert Jahren gewesen. Reiseberichte, Erzählungen, sogar eine Oper und Volksliedertexte stammen von ihm. Nun werden seine Erzählungen neu verlegt. Und zwar von einem Rodenberger.

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Rodenberg. Kaum jemand kennt die Werke von Julius Rodenberg oder scheut sich davor, sie in die Hand zu nehmen: Die Frakturschrift seiner Zeit können heutige Augen kaum entziffern. Antiquierte Grammatik lässt beim Lesen stolpern. Das soll nun ein Ende haben: Ein Rodenberger bringt zumindest einige seiner Werke in neuzeitliche Form.

Rudolf Zerries hat dafür sogar einen kleinen Verlag gegründet, in dem er wenigstens drei Erzählungen veröffentlichen will. Der Gedanke dazu kam ihm vor Jahresfrist, als der Heimatverein eine Ausstellung dem 100. Todestag von Julius Levy widmete, der schon als junger Mann den Namen seiner Heimatstadt angenommen hatte.

Zerries gehörte zu den Organisatoren, auch, weil der gelernte Elektrotechniker sich über Jahre bereits mit dem berühmten Einwohner beschäftigt hatte. Etliche Bücher reihen sich in seinen Regalen, darunter die fast kompletten Jahrgänge der von Rodenberg herausgegebenen „Deutschen Rundschau“. Diese monatliche erschienene Literaturzeitschrift mit Beiträgen unter anderem von Theodor Storm und Theodor Fontane erreichte eine Auflage von bis zu 10.000 Exemplaren – ein Bestseller für damalige Zeiten.

Zerries erkannte den entscheidenden Mangel, warum Rodenbergs Schriften heute weitgehend in Vergessenheit geraten sind: „Wir können mit seinem Namen zwar Stiftungen, Schulen und Straßen benennen, aber wir müssen ihn wieder lesbar machen“. So nahm er sich den Erzählband „Klostermanns Grundstück“ vor, übertrug den Text am Computer in ein modernes Schriftbild nach neuester Rechtschreibung, setzte vorsichtige Korrekturen in der Grammatik an und veränderte hier und da ein Satzzeichen zum besseren Leseverständnis.

Mit einer Startauflage von 400 Exemplaren bei eigenem unternehmerischen Risiko will Zerries ausloten, ob sich seine Erwartungen erfüllen. Dann sollen zwei weitere Erzählungen folgen: die Lebenserinnerungen „Aus der Kindheit“ und die amüsanten Erlebnisse um „Herrn Schellbogens Abenteuer“.

Von seinem Erstlingswerk ist der Verleger voll überzeugt: „So etwas nimmt man doch gern zur Hand“, verweist er auf die ansprechend gestaltete broschierte Ausgabe. Ab 18. November ist es im örtlichen und auch überregionalen Buchhandel (ISBN 978-3-00-050887-5) oder direkt beim Rodenberg-Verlag, Grover Straße 70 B, 31552 Rodenberg, www.rodenberg-verlag.de, erhältlich. nah

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