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„Ein unkalkulierbares Risiko“

Rodenberg / Bauausschuss „Ein unkalkulierbares Risiko“

Auch wenn kein Politiker es laut gesagt hat: Das Gebäude an der Langen Straße 2, das die Stadt im vergangenen Jahr gekauft hat, wird vermutlich nicht erhalten werden können und es läuft wohl alles auf Abriss hinaus. Die Mitglieder des Bauausschusses wollten bei ihrer Sitzung an Ort und Stelle jedenfalls keine Empfehlung für eine Sanierung geben.

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Bei der Besichtigung des Gebäudes an der Langen Straße 2 nehmen die Teilnehmer die Substanz unter die Lupe.

Quelle: Foto: bab

Rodenberg (bab). „Ein unkalkulierbares Risiko“ stellt die Sanierung für den Bauausschussvorsitzenden Carlo de Rooij (CDU) dar. Er geht sogar davon aus, dass im schlimmsten Fall die gesamte Sanierung mit rund 150000 Euro zu Buche schlagen könnte. Der gesamte Komplex, der noch weitere Geschäftsräume beherbergt, hatte laut Auskunft der Verwaltung rund 120000 Euro gekostet. Der ehemalige Optikerladen, um den es jetzt geht, sei rund 90 Quadratmeter groß und nimmt ungefähr ein Fünftel bis ein Viertel der Ladenzeile ein.

Jörg Döpke vom Bauamt und der stellvertretende Stadtdirektor Günther Wehrhahn führten durch die Immobilie und erklärten die erkennbaren Schäden an der Substanz. Bodenplatte, Mauern und Fundament sind kaputt und die Gründung des Gebäudes ist schlecht bis gar nicht vorhanden. Laut Döpke befindet sich unter dem Fußboden „unqualifiziertes Material“, es gebe weder Isolierung noch Dränage.

Dennoch rechtfertigte der Bauamtsleiter den Kauf des Gebäudes. Bei dem Erwerb sei nicht um ein „Schnäppchen“ gegangen. „Weil es an einer wichtigen Stelle ist“, habe die Stadt die Ladenzeile erworben. Jetzt sei die Frage, ob man sich davon trenne. „Ich würde es hier nicht so stehen lassen am Stadteingang“, riet Döpke.

Die Mitglieder des Bauausschusses machte der Zustand des Gebäudes sprachlos. Als de Rooij um Stellungnahmen bat, schwiegen die Politiker. Die Fraktionen einigten sich darauf, nach der Inspektion des Gebäudes noch einmal innerhalb der Fraktionen zu beraten und das Thema in der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses klären.

Den informellen Gesprächen am Rande der Sitzung war aber zu entnehmen, dass der Wert des Gebäudes und dessen Sanierungsaufwand für die Politiker in keinem Verhältnis stehen. Vorschläge, dort Parkplätze anzulegen wurden geäußert.

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