Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Ein verlässlicher Revolutionär sagt Adieu

Roland Kramer verabschiedet Ein verlässlicher Revolutionär sagt Adieu

Nach 17 Jahren im Amt des Ortsbrandmeisters ist Roland Kramer am Freitagabend verabschiedet worden. Die Feuerwehr Rodenberg verschaffte ihrem scheidenden Chef einen würdigen Rahmen mit Geschenken, Essen, Vorführungen und reichlich Lobreden im proppenvollen Gerätehaus.

Voriger Artikel
Kreishaus hat keine Einwände
Nächster Artikel
Hochwasser in der Deisterstadt

Roland Kramer (Mitte) mit Thomas Böhm (rechts) und Dirk Sassmann.

Quelle: gus

RODENBERG. Am 1. April 2000 hatte Kramer die Funktion übernommen. Auf dieses Datum beschränkte sich Nachfolger Thomas Böhm in seiner Rede. Auch auf das Erzählen von Heldentaten wollte er verzichten. Nur eine Anekdote trug er vor – die sogenannte Ellenbogen-Geschichte. Er hatte sich beim Hürdenlauf seinen Ellenbogen ausgekugelt, erzählte Böhm. Doch Frank „Seppel“ Döpke hielt ihn für einen „Schwalbenkönig“ und schleifte ihn an den Füßen über den Sportplatz. Erst Kramer habe sich dem Duo in den Weg gestellt und dafür gesorgt, dass der ausgekugelte Knochen in der Praxis von Dr. Fotas behandelt werden konnte.

 Von 45 auf 80 Mitglieder sei die aktive Abteilung in den vergangenen 17 Jahren angewachsen. Auch die Jugend- und die Kinderfeuerwehr seien mit 30 Mitgliedern bestens aufgestellt. „Roland lag die Feuerwehr Rodenberg am Herzen. Sie hat immer an erster Stelle gestanden“, betonte Böhm. Sein Ziel sei es gewesen, die Tätigkeiten der Feuerwehr ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Familiär habe Kramer sein Amt ausgeübt. Wann immer Böhm als sein Stellvertreter um Hilfe bat, habe er Unterstützung erhalten.

 Einziger Wermutstropfen in dessen Laufbahn ist Böhm zufolge das Ende des Feuerwehrballs gewesen. „Das hat Roland ins Herz getroffen“, sagte der neue Ortsbrandmeister. „Wir sagen Danke, weil du uns geführt hast, weil du zu uns gestanden hast und weil du uns vertreten hast“, schloss Böhm.

 Die Wettkampfgruppe ließ das Publikum bei einer Roland-Kramer-Show an einigen seiner lieb gewonnenen Marotten teilhaben. Beispielsweise das Faible fürs Fotografieren – einmal platzierte sich Kramer dafür so tief im Zentrum des Geschehens, sodass er samt Kamera von der eigenen Jugendfeuerwehr nass gespritzt wurde.

 Bürgermeister Ralf Sassmann strich die Verantwortung heraus, die ein Ortsbrandmeister zu tragen hat. Kramer sei dabei immer geradlinig gewesen – und auch ein Revolutionär. Dafür dankte Sassmann. 120-prozentig habe Kramer hinter der Jugendfeuerwehr gestanden, betonte Gemeindebrandmeister Jens Löffler. Der scheidende Ortsbrandmeister sei ein Mann gewesen, für den das Wort noch zählt. Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote attestierte Kramer „hervorragende Arbeit“ und große Verlässlichkeit. „Bleib so, wie du bist, und hab‘ immer einen Euro in der Tasche“, zitierte Grote einen typischen Kramer-Satz.

Von Guido Scholl

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg