Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Rodenberg Eine Idee wird 40
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Eine Idee wird 40
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 14.08.2016
Die Initiatorinnen der Ausstellung, Catrin Döpke (rechts) und Marlis Berndt-Büschen (links), mit der stellvertretenden Bürgermeisterin, Christel Oberheide. Quelle: gus
Anzeige
RODENBERG

Die derzeitige Leiterin des Ferienprogramms, Catrin Döpke, erinnerte an die Anfänge des Ferienspaßes, der aber im Jahr 1976 noch als ein Tag des Kindes im Zuge des Rodenberger Straßenfestes stattfand. Schon 1977 wurde daraus dann eine Woche für Kinder und Jugendliche (Wokiju). Und nach wenigen Jahren hatte sich der Ferienspaß dann als Rodenberger Wochen für das Kind (Rowoki) etabliert.

Anfangs hatte Peter Friedrichkeit die Fäden bei der Organisation in der Hand. Später übernahm Fred Angerstein diese Aufgabe. Anschließend waren Rainer Klages, Friedrich-Wilhelm Hütter und Tina Böhm verantwortlich. Heute erfüllt Döpke als Vorsitzende des Jugend-, Familie- und Sozialausschusses diese Funktion.

Früher mit Handzeichnungen, heute am Computer

Döpke erinnerte sich noch an die erste Wokiju, als eine Nachtwanderung, eine Spaßolympiade und eine „Suche nach Mister X“ unternommen wurden. Sie habe dabei selbst mitgemacht. Die Hefte wurden damals noch im Rathaus kopiert und getackert, teils waren sie mit Handzeichnungen verziert worden. Heute wird das Rowoki-Heft am Computer designt.

In ihren 40 Jahren habe die Ferienspaßreihe einerseits von der Vielfalt, aber vor allem vom Mitmachen gelebt. Vier Stellwände haben Döpke und Marlies Berndt-Büschen mit Zeitungsausschnitten und anderen Erinnerungen bestückt. Und es hätten durchaus noch zwei mehr sein können, betonte Berndt-Büschen. „Wir haben uns gefragt, ob es einen Freizeitpark gab, in dem die Rodenberger noch nicht gewesen sind“, so Döpke.

Gegen die Langeweile in den Ferien

Stadtdirektor Georg Hudalla erläuterte die Idee, die hinter der Rowoki steckte. In den siebziger Jahren seien Flugreisen günstiger geworden, und die Familien tendierten immer mehr zum längeren Verreisen während der großen Ferien. Doch weil zuhause viele Nachbarskinder fort waren, habe Langeweile geherrscht. Für die Daheimgebliebenen sollte daher ein Ausgleich geschaffen werden, weshalb – nicht nur in Rodenberg – der Ferienspaß erschaffen wurde.

Allerdings solle niemand professionelle Maßstäbe beim Ferienprogramm anlegen, so Hudalla. Schließlich handle es sich um ein großteils ehrenamtlich betreute Aktionen.

Daran nahm einst auch die heutige stellvertretende Bürgermeisterin, Christel Oberheide, teil. Die erinnerte sich an eine Fahrt nach Berlin, bei der sie dabei war. Perfekt organisiert sei die Tour gewesen. Bei den Rowoki-Veranstaltungen seien die Kinder stets in guten Händen. Sie hoffe daher, dass sich auch künftig immer viele Anbieter finden. gus

Anzeige