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Lauenau

Eine eigene Kirche für die Katholiken


Die katholischen Christen im Raum Lauenau feiern das 50-jährige Bestehen ihres Gotteshauses. Am 4. Februar 1962 wurde die Kirche im Lauenauer „Scheunenfeld“ geweiht; fast auf den Tag genau wird am kommenden Sonntag, 5. Februar, in einem Festgottesdienst an das Ereignis erinnert.
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Zur Grundsteinlegung istr der halbe Rohbau bereits fertig gewesen: Unser Archivbild zeigt unter anderem den damaligen Pastor Karl-Ernst Bock.Repro: nah

Lauenau. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges lebten nur wenige Katholiken in dieser Gegend. Jeweils zwei Familien in Lauenau und in Hülsede sollen es gewesen sein. Hinzu kamen Arbeiter, die während des Autobahnbaus in Behelfsheimen untergebracht waren. Doch mit dem Zuzug von Bombenevakuierten und Heimatvertriebenen veränderte sich die Situation schlagartig. Der Nenndorfer Pfarrer Alexander Choinacky kam bei Wind und Wetter mit dem Rad nach Lauenau, um im Wechsel die Messe in der evangelischen St.-Lukas-Kirche oder in der Friedhofskapelle zu lesen. Während in Rodenberg mit dem Ständehaus der Burg bereits 1950 eine Lösung für ein eigenes Gotteshaus gefunden wurde, mussten die Lauenauer bis 1959 warten: Als Pastor Karl-Ernst Bock seinen Dienst in der damaligen Pfarrvikarie Rodenberg/Lauenau antrat, existierten bereits die ersten Baupläne.

 Im Frühjahr 1961 begannen die Arbeiten. Diese gingen so schnell voran, dass zur im Juni angesetzten Grundsteinlegung schon der halbe Rohbau fertig war. Zur Einweihung kam der Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen. Buchstäblich bis zum letzten Tag seien die Handwerker auf dem Bau gewesen, erinnerte sich einmal der längst verstorbene Pastor Bock. Vor dem Gebäude habe jedoch ein Chaos geherrscht: Der völlig verschlammte Platz musste von Helfern mit Kies und Sand rasch befestigt werden.

 Das neue Gotteshaus wurde zur Heimstatt für die damals 670 Katholiken in Lauenau und den sieben umliegenden Ortschaften. Ihm war ein zunächst kleines Pfarrheim angegliedert, das Ende der siebziger Jahre deutlich erweitert wurde. Der räumliche Bedarf war da: Es herrschte ein reges Gemeindeleben; die Zahl der regelmäßigen Kirchgänger lag in den siebziger Jahren noch bei mehr als 30 Prozent.

 Bis heute wird der St.-Markus-Kirche ein guter baulicher Zustand bescheinigt. Doch seit vier Jahren droht ihr Gefahr: Im Zuge einer Profanisierungswelle denkt das Bistum Hildesheim an eine Schließung des Gebäudes. Die hiesigen Katholiken wehren sich: Sie gründeten einen Förderverein und sammelten Geld. Der Eifer hinterließ offenbar Eindruck in der Bischofsbehörde: Das ursprünglich geplante baldige Aus wurde bis zum Jahr 2012 ausgesetzt.

 Für den Vorsitzenden des Fördervereins, Karl-Heinz Strecker, ist die Gefahr nicht gebannt. Durchaus besorgt blickt er auf die zu erwartende Entscheidung in den kommenden Monaten. Aber seine Gemeinschaft fühlt sich gerüstet: Die mehr als hundert Mitglieder wollen die laufenden Betriebskosten selbst aufbringen.

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