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Einen Kopf kürzer gemacht

Einsturzgefährdeter Turm soll hergerichtet werden Einen Kopf kürzer gemacht

Es geht treppaufwärts: Rechtzeitig zur 400-Jahr-Feier könnte der Bauzaun rund um die Überreste des Treppenturms am Rodenberger Schloss verschwunden sein. Die Ausschreibung für eine Erneuerung des einsturzgefährdeten Bauwerks ist jetzt zumindest gestartet.

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Der Treppenturm gilt derzeit als einsturzgefährdet.

Quelle: kle

Rodenberg. Im Zuge der Arbeiten soll der Steinwall um ein ganzes Stück abgetragen werden. Woher das Problem – in den Überresten des einstigen Rundturms zeigen sich seit einer Weile tiefe Risse – rührt, ist noch immer nicht ganz geklärt, wie Arno Fatzler von der Verwaltung auf Anfrage unserer Zeitung erklärte. Erste Untersuchungen im vergangenen Jahr hatten den Verdacht nahegelegt, dass der Turm wegen unzureichender Gründung langsam absackt. Spätere Untersuchungen des Landkreises widerlegten diese Theorie. Stattdessen vertraten die Fachleute nun die Meinung, dass eindringendes Regenwasser für die Risse verantwortlich sein könnte. Doch auch dies blieb letztlich nur eine Theorie, eine abschließende Diagnose ließ sich nicht erreichen – bei „über 500 Jahre alter Baukunst“ nicht ungewöhnlich, so Fatzler.

Zumindest hat die Stadt vom Landkreis nun die Freigabe erhalten, sich des Problems anzunehmen. Gerne hätte die Verwaltung schon früher reagiert, immerhin soll im Mai der große Auftakt zur 400-Jahr-Feier stattfinden – und das möglichst ohne unschönen Bauzaun am Museum. Die Denkmalschutzbehörde wollte jedoch alle Untersuchungen abwarten, hat inzwischen aber ihr Okay für einen der Vorschläge der Verwaltung gegeben.

Ziel ist es nun, das marode Bauwerk von oben ein Stück weit abzutragen, vermutlich um etwa eineinhalb bis zwei Meter. „Es könnte sein, dass an den frei stehenden Teilen ein bisschen mehr weggenommen werden muss als an der Wandseite“, so Fatzler. Zusätzlich soll der Rundturm noch durch eine Betonstütze abgesichert und nach oben hin durch eine Abdeckung besser vor Regen geschützt werden, falls dieser tatsächlich die Risse verursacht. Zuletzt soll noch dafür Sorge getragen werden, dass keine Jugendlichen mehr auf dem Bauwerk herumklettern können.

Bis zur 400-Jahr-Feier dauert es zwar nicht mehr lange, die Verwaltung hofft jedoch, dass alles rechtzeitig bis dahin fertig wird. Fatzler schätzt die Kosten auf rund 15.000 Euro, im Haushalt wurden für die Arbeiten 20.000 Euro vorgehalten. kle

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