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Rodenberg Elf Hortplätze zu wenig
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Elf Hortplätze zu wenig
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16:16 30.03.2017
Symbolbild Quelle: Archiv
Samtgemeinde Rodenberg

In diesem Monat sind die Eltern, die ein Kind zur Aufnahme ab August im Hort angemeldet hatten, darüber in Kenntnis gesetzt worden, ob sie sicher einen Platz bekommen oder nicht. Doch mit 28 Anmeldungen überstieg die Nachfrage das Angebot um eben jene elf Plätze.

Auf Anfrage dieser Zeitung erklärte Jörg Döpke, im Rathaus für das Hauptamt verantwortlich, dass in Lauenau neun Jungen und Mädchen eingeschult werden, die einen Hortplatz benötigen. In Rodenberg sind es derer 15. Außerdem wurden vier für die Rodenberger Außenstelle in Apelern vorgesehene Schüler auch für die Nachmittagsbetreuung angemeldet.

Horteinrichtungen betreibt die Samtgemeinde in Lauenau und Rodenberg – angegliedert sind sie den Kindertagesstätten Pusteblume und Grover Straße, wobei auch die an der Langen Straße angesiedelte Hortgruppe der Kita Grover Straße zugeordnet wird. In Lauenau gibt es 30 Plätze, in Rodenberg 42. Allerdings werden laut Döpke im Flecken lediglich zehn, in der Deisterstadt sieben Plätze frei, weil nur so viele Kinder die Grundschule verlassen.

Eltern müssen berufstätig sein

Dies bedeutet aber nicht, dass alle Lauenauer Eltern automatisch einen Hortplatz bekommen haben. Die Samtgemeinde geht bei der Vergabe nach einem Kriterienkatalog vor. Eine Voraussetzung ist, dass alle Elternteile eines angemeldeten Kindes berufstätig sind. Nur dann besteht Anspruch auf Hortbetreuung. Alleinerziehende haben Vorrang. Außerdem spielt eine Rolle, ob ein Geschwisterkind bereits den Hort besucht.

In dem Fall bekäme ein zweites Kind den Vorzug, auch wenn andere Eltern zwar auch mehrere Kinder haben, aber nur eines für den Hort anmelden. Der Zeitpunkt der Anmeldung spielt keine Rolle. „Das würde am Bedarf vorbei zielen“, sagt Döpke. Dieser macht den jetzt leer ausgegangenen Eltern aber Hoffnung. Erstens gebe es immer wieder Fälle, in denen schlussendlich jemand doch auf einen Hortplatz verzichtet – entweder wegen der Kosten (monatlich 222 Euro) oder weil kein Bedarf mehr besteht.

Doch dies wird nicht elfmal passieren, ist Döpke sicher. Daher werde die Verwaltung die Politik über den Engpass informieren. „Dann müssen wir sehen, ob noch eine Lösung zu finden ist“, so Döpke. Die Ganztagsschule wäre eine andere Option, die akut aber nicht hilft – dafür ist die Zeit zu knapp. gus